50 Jahre SAKK in Bern

Eine Woche nach dem „Tag der Pflege“ feierte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung (SAKK) 50-jähriges Jubiläum ebenfalls mit einem Event auf dem Bundesplatz in Bern. Dazu gabs ab 18.15 Uhr Gratiskonzerte von Luca Hänni, Baum und Gustav.

Das Wetter war ja katastrophal. Da hatten wir den 20. Mai und es waren gerade mal 8°C und die grauen Regenwolken hingen bedrohlich über Bern. Riesen Unterschied zu der Woche davor. Ich hatte an dem Morgen das Haus, definitiv für ein Openair-Konzert nicht warm genug angezogen, verlassen. Dementsprechend brauchte ich viel Kaffee und Punsch um mich warmzuhalten. Ich fuhr direkt nach der Arbeit in die Hauptstadt, war somit gegen 18.30 rum dort und fragte mich: „Gehst du jetzt tatsächlich bereits hin und schaust dir Luca Hänni an oder lässt du das nicht doch einfach besser sein?“ Kreischies, das sei ja alles meistens gar nicht mal live, und von DSDS und einigen Videos her brauchte ich das eigentlich nicht. Gut, tu ich immer noch nicht so wirklich, aber ich hab meine Meinung doch etwas geändert. Also, dass es live war, hörte man auf jeden Fall schon von weitem.

Luca Hänni ist ganz ok, würd ich nach dem Auftritt sagen. Seine Songs und das Konzert waren gar nicht so schlecht wie erwartet. Ich hab mir erzählen lassen, er habe jetzt ein neues Management (das selbe wie Trauffer u.a.). Und dass er eine neue Liveband hat, wusste ich bereits von Facebook – und die kann sich sehen lassen. Gitarrist und musical director ist Zladko „Slädu“ Perica, der schon mit Weltstars gespielt hat. Dann sind Simon Ryf (Plüsch, Dada Ante Portas) am Bass, Christoph Siegenthaler (Stefanie Heinzmann) am Keyboard und Christoph Berger (Halunke) an den Drums. Luca Hänni spielt halt einfach Popsongs und bei den Meisten fand ich, dass die gar nicht so schlecht klingen. Nichts, das ich jetzt super genial fand so beim ersten Mal hören, aber manche Songs könnte man sich wohl mal genauer anhören. Immerhin habe er in Los Angeles mit so einigen Songwritergrössen zusammen gearbeitet (Irgendwie sind momentan alle in LA, oder bild ich mir das ein? Scheint voll „in“ zu sein 😉 ).

Die Musik war so laut, die übertönte sogar ziemlich gut die Kreischis (ok, wo waren die ganzen Leute und vor allem Teenies, die ich erwartet hatte?) und aus sicherer Distanz konnte man sich das Konzert somit gut ansehen und hören. Also im Gegensatz zu davor würd ich jetzt nicht mehr sagen: „Luca Hänni? Auf keinen Fall!“ sondern eher „ach, der ist ok.“ 😉 Nur auf seine Fans kann ich halt schon gut verzichten. Hob er das Handtuch auf, kreischten die Girlies. Hob er die Wasserflasche auf, drehten sie auch gleich durch. Was geht da einen als Musiker eigentlich durch den Kopf? Hält man das selber nicht für total irre, auch wenn es seine Fans sind? Ich war zum Glück nie so. 😉 Die „Meute“ versammelte sich dann um den Merchstand, wo Luca noch Autogramme gab. Man musste nicht lange suchen, um zu sehen, wo er sich gerade aufhielt.

Der Basler Singer/Songwriter Chrstioph Baumgartner aka Baum, der danach mit seiner  dreiköpfigen Band spielte, gefiel mir also gleich viel besser. Schöne Stimme und tolle Songs wie „Home One Day“, „Sad“ oder „Damn“. Der folkige Touch ist einfach toll. Da wurde einem so richtig warm ums Herz und ging auch direkt in die Beine. Defintiv tanzbar. Und eine sehr sympathische Band. Klar, er ist einiges älter und hat natürlich sehr viel mehr Erfahrung als Luca Hänni 😉 Ich hatte Baum den vorderen Sommer beim Gurtenfestival so mit halben Ohr beim Essen zugehört und fands da schon ganz gut, von daher war das die passende Gelegenheit nochmals genauer hinzuhören. Kann ich jetzt also absolut empfehlen. Leider waren da nicht so viel Zuschauer dabei.

Ganz dem Wetter Schuld geben konnte man halt eben nicht, weil als Gustav um 21 Uhr dann noch das letzte Konzert des Abends spielte, war der Platz trotz Regen gut gefüllt. Der Veranstalter verteilte einfach kurzerhand auch noch Regenpellerinen. Wegen Gustav bin ich auch eigentlich nach Bern gefahren. Vor allem gerade auch, weil ich dummerweise das Konzert wenige Tage davor in Steffisburg verpasst hatte. Das letzte Mal hatte ich ihn mit seinem Solo-Programme im La Cappella in Bern gesehen, dieses Mal war er mit kompletter Band da. Mit den Schweizerdeutschen, Deutschen und Französischen Liedern haben er und seine Band super Stimmung auf den nassen Bundesplatz gebracht. Es gab wieder viel zu lachen und die Kälte sowie der Regen waren einfach für einen Moment total egal.

Ein schöner Abend und ich hab also nicht umsonst gefrorren 😉

Infos zu den Band findet ihr auf den offiziellen Webseiten:

www.gustav.ch
www.baummusic.com
www.lucamusic.ch

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