Al Pride in Bremgarten

Regen Regen Regen – bei dem Wetter rauszugehen, war an dem Tag auch nicht gerade motivierend. Aber Al Pride haben knapp 3 Jahre nach ihrer letzten Album-Veröffentlichung am Samstag die neuen Lieder ab dem kommenden dritten Album „Hallavara“ vorgestellt. Da war ich natürlich super neugierig und gespannt drauf.

Ihre Albumpräsentation fand im Casino Bremgarten statt. Wie man sich so Lokale vorstellt – wie ein Casino sah es da nicht aus, mehr eine gewöhnliche Mehrzweckhalle. Aber das tat natürlich nicht wirklich viel zur Sache. Zur Einstimmung gab’s eine kleine Fotoausstellung von Pascal Küng, der die Band seit Jahren begleitet und somit auch bei den Album-Aufnahmen in Schweden dabei war.
Ich hab wohl schon ewig nie mehr so wenig Ahnung von neuen Liedern gehabt, wie an dem Abend. Bei den meisten Bands, die ich öfters mal live sehe, da kannte ich generell immer so 1-2 neue Lieder, hatte wenigstens ein Bisschen Ahnung, wie das neue Album klingen könnte – bei Al Pride gar nicht. Einerseits ist das sehr aufregend, anderseits ein ziemlich komisches Gefühl. Irgendwie ist die Angst, dass die neuen Songs einen nicht gefallen könnten, halt immer da…

Ja, ich hatte mir den Abend schon etwas anders vorgestellt. Support waren die „Ellas“, eine Brugger Band mit sehr ruhigen, melancholischen Liedern. Sie spielten etwa ein rund einstündiges Set. Und die meisten im Publikum schienen einfach nicht zuzuhören. Immer wieder ging ein „Schhhh..:“ durchs Publikum, was nicht viel nutze und die Hinteren im Raum einfach in aller Lautstärke weiter schwatzten. Gut, da dachte man sich noch, das ist vielleicht einfach beim Support Act so. Die haben es ja sowieso oft besonders schwer. Vor allem, wenn man sie nicht wirklich kennt und es welche mit sehr ruhigen Songs sind. Leider war aber bei Al Pride nicht viel besser. Nur dass die sich trauten dazu während dem Konzert was zu sagen und das Publikum zu beten sich später zu unterhalten. Nicht, dass es viel genutzt hätte. Womit Bremgarten bei mir durchgefallen ist. Die reden da definitiv zu viel während Konzerten. Das sollte defintiv anders sein.

Umso mehr mag ich aber die neuen Lieder von Al Pride. Während knapp einer Stunde haben sie ausschliesslich das neue Album gespielt. Beim ersten Song drückten sich bereits Freudentränen in meine Augen. Schön sind sie zurück. Sie klingen schon anders. Die neuen Lieder sind vielleicht etwas weniger leicht, nicht ganz so bunt, wie das letzte Album, wenn man es so nennen will. Ruhiger irgendwie… Manche der Songs wirken sehr mächtig, vor allem zusätzlich von den drei Bläsern untermalt. Was Sängerin Astrid aus ihrer Stimme herausholt ist sehr beeindruckend.

Ok, Musik beschreiben ist wohl eigentilch gar nicht so mein Ding und nach nur 1 Mal live hören, ohne davor irgendwas neues zu kennen, ist ziemlich schwer. Das war dann doch grad sehr viel neues 😉 Und dann noch mit dem störenden Publikum im Rücken.  Ich hab am Ende aber das Lokal mit Vorfreude auf das neue Album verlassen. Am besten hört ihr euch die erste Single „Leaf“ dann an. Die gibt’s bereits ab dem 19. Februar 2016. Das Album folgt im März.

Offizielle Webseite
www.alpridemusic.ch
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2 Kommentare

  1. OMG so was ist ein absolutes no go. An ein Konzert gehen und dann rumquatschen anstatt zu zuhören. So etwas unhöfliches ist einfach schrecklich. Was müssen die Musiker auf der Bühne denken…… und zudem, ich bin seit einiger Zeit grosser Ellas Fan.
    Die Stimme von Jorina der Sängerin hat es mir angetan! Da tut es mir beim Lesen schon im Herzen weh 🙁 !!!

    • Ja, es ist nicht schön, wenn Leute während den Konzert ständig schwatzen. Das ist nicht nur respektlos gegenüber den anderen Konzertbesuchern sondern vor allem auch gegenüber den Bands.

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