Andrea Bignasca in Zürich

Nachdem ich Andrea Bignasca letzten Sommer in Aarau gesehen hatte, allein mit Gitarre, konnte ich dank der ZKB an seinem Konzert im Moods in Zürich dabei sein. Es war ein gutes Konzert, aber es hat mich schlussendlich nicht ganz so sehr gepackt.

 2 Wochen davor war ich für Brandy Butler’s Plattentaufe im Moods gewesen. Das Konzert von Andrea Bignasca war ebenfalls gut besucht und auch an diesem Freitagabend war das Publikum sehr durchmischt. Anders als im Sommer, als ich ihn zufällig am “Musig i de Altstadt” in Aarau gesehen hatte, spielte er an diesem Abend mit ganzer Band – Keyboarder, Bassist und Drummer. Er selber spielte auch hier Gitarre und Basedrum.

Das Konzert fand in zwei Sets statt, was immer mal wieder ein Stimmungskiller sein kann. Was aber natürlich jetzt nicht ausschlaggebend sein muss, ob ein Konzert gut ist oder nicht, bzw. ob es mir gefällt. Der gebürtige Tessiner suchte sofort den Kontakt zum Publikum. Es ist ja nicht, dass man ihn nicht versteht. Er wurde zwar im Tessin geboren und ist dort aufgewachsen, er spricht aber gut Schweizerdeutsch. Ausserdem war ein Grossteil des Publikums Italiensich sprechend, wie er mit einer kurzen Umfrage herausfand.

Während den beiden Sets spielte er die meisten Songs ab seinem Album „Gone“ sowie einige Cover. Ein sehr sympathischer Typ mit gutem Humor und vor allem eben mit toller Stimme. Trotzdem schien es eine Weile zu dauern, bis die Verbindung zum Publikum da war. Einzelne Zuschauer störten immer mal wieder die Show durch ihr Geschwätz. Erst so gegen Ende des 1. Sets schienen die Leute dann endlich zu erwachen, endlich beim Konzert präsent zu sein und wollten ihn dann dafür gar nicht in die Pause gehen lassen. Somit spielte er noch zwei Songs alleine, ohne Band, bevor er uns in die Pause schickte.

In den zweiten Teil kam ich nicht so rein. Ja, vielleicht war eben doch die Pause auch schuld. Aber der zweite Teil war auch bluesiger und rockiger. Dem Grossteil des Publikums schien das richtig gut zu gefallen. Lauthals sagen alle vor allem bei „Roll out Mama“ mit. Dazu lachte Andrea, er wisse zwar auch nicht, was „Roll out Mama“ bedeuten solle, aber es klinge halt gut. Und bevor das Konzert zu Ende ging, rockte die Band nochmals zu einem Medley, was mir gut gefiel.

Ja, ist halt alles schon sehr anders, ob jetzt jemand alleine spielt oder mit kompletter Band. So richtig mitreissen konnte mich das Konzert aber am Ende halt doch nicht. Da fehlte mir einfach irgendwas. Würde ihn eher solo wieder hören gehen.

Infos zu Andrea Bignasca findet ihr auf bignascaandrea.com

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