Angelo Kelly im Häbse-Theater Basel

Okay, ganz ehrlich. Ich hatte für letzten Samstag zuerst gar nicht geplant ans Konzert von Angelo Kelly und seiner Familie zu gehen. Ich mochte Angelo solo mit Band immer irgendwie lieber als zusammen mit seiner Frau und den vier Kindern. Nicht, dass die Konzerte nicht gut sind. Sie sind schön und süss, und Angelo erzählt seine Geschichten und Erlebnisse auf eine super Art mit viel Humor. Aber eben, seine Solokonzerte ganz zu Beginn mochte ich irgendwie mehr. Dann war ich aber bei Paddy Kelly am Konzert und irgendwie realisierte ich dadurch und einigen anderen Ereignissen, dass die Kelly Family einfach ein Teil meines Lebens ist und wenn ich die Möglichkeit hab, nutze ich diese zu deren Konzertbesuche.

 WELCOME HOME-TOUR

Wir kamen kurz vor 18 Uhr am Häbse-Theater in Basel an. Die Schlange der Fans beim Anstehen war schon ziemlich lang. Die seien aber alle um 17 Uhr rum erst da angekommen, von daher weniger extrem als etwa bei Paddy. Das Häbse-Theater fasst rund 320 Leuten an den kleinen, weissen Bistrotischchen. Der Saal ist abgestuft und man hat somit von überall her eine wunderbare Sicht. Obwohl der Einlass rund 20min verspätet begann, startete die Show pünktlich um 19 Uhr.

Angelo’s Freund und Tourbegleiter Sven erklärte kurz nochmals das (strikte) Foto- und Filmverbot und kündete die Familie schliesslich an. Mit „Sooner or later“, einem Lied des neuen Albums „Welcome Home“, begann Angelo erst allein. Nach 3 – 4 Lieder holte er seine Frau und Kinder auf die Bühne – Gabriel (12), Helen (11) und Emma (7) kamen gleich daher und griffen nach ihren Instrumenten, der dreijährige Joseph allerdings zeigte sich nicht. „Joseph mag keine Schweizer“, witzelte Angelo. „Das fängt ja schon mal gut an.“ Nach dem ersten gemeinsamen Lied verschwand Gabriel hinter die Bühne und holte seinen kleinen Bruder. Doch der wollte partout an dem Abend nicht und rannte in die Arme seiner Mutter. Ja und somit spielten sie ohne Josephs aktive Teilnahme das Konzert. Wenn er nicht will, dann will er eben nicht *lach*.

Das Konzert dauerte inkl. rund 15-20min Pause etwa 2 Stunden. Die Familie präsentierte neue, ältere und traditionelle Lieder sowie Covers – „All my trials“, „Mary“, „Three Musketeers“, „I will be your bride“ etc. Beeindruckend, wie Gabriel mit noch nicht mal 13 Jahren mind. drei Instrumente spielen kann und sogar die kleine Emma sich ans Schlagzeug setzte. Die Mädchen zeigten ihr können auch beim Irish Dancing. Gabriel und Helen präsentierten während des Konzertes ihr selbstgeschriebenes und komponiertes Lied „It wouldn’t be the same“. Sie seien schon von klein auf immer gute Freunde gewesen, meinte Angelo dazu. Mal spielte der Daddy ein ausgiebiges Drumsolo, wie wir Kelly-Fans es schon aus den früheren Zeiten kennen, und mal sang er mit seiner Frau im Duett. Auch Kira hatte fürs neue Album eigene Lieder geschrieben, welche sie mal alleine, mal mit ihrem Ehemann zusammen spielte. Dazwischen immer wieder Angelo’s Geschichten, Erlebnisse und Spässe. Geschichten, wie er für Tochter Helen nach grosser Überwindung doch in den Media Markt ging und ihr zu Ostern die gewünschte „One Direction“-CD kaufte. Dann sei er mal beim Joggen fast in einem belgischen Sumpf gestorben. Und er lachte, dass wegen den Witzen auf Kosten seiner Geschwister bzw. vor allem Bruder Joey, man nicht filmen dürfe.

Kurz vor Showende hielt sich leider jemand dann doch nicht so genau ans Fotoverbot und es blitze plötzlich, was die Stimmung schon ein wenig trübte. Angelo erklärte geduldig, warum er das nicht möchte. Aber auf Facebook schrieb er, es sei bisher eines der besten Konzerte der aktuellen Tour gewesen. Also sah er den kleinen Zwischenfall wohl nicht ganz so tragisch.

Angelo Kelly @ Häbse-Theater Basel

Nach dem Konzert kam Angelo zum Autogramme schreiben. Wir dachten eigentlich, er würde am Merchstand Autogramme schreiben, kam aber dann zur Garderobe. Somit standen wir statt am Ende der Schlange dann plötzlich am Anfang. Er schüttelte zur Begrüssung Hände, unterschrieb alles gewünschte, führte kurzen Smalltalk mit den Besuchern und machte mit allen so viele Fotos, wie die Leute wollten. Er fragte immer gleich selber, ob man noch Fotos wollte. Wir hatten auf jeden Fall einen super Abend und wär doch sehr schade gewesen, wenn ich das verpasst hätte.

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