Baba Shrimps in Solothurn

Vier junge Typen aus Solothurn. Ich hätte sie mal zwischen 18 und 20 Jahren geschätzt. Wieso brauchen Baba Shrimps eigentlich einen Support Act? Das ist immer so ne Sache mit Support Acts. Es ist Mittwoch und so mit Vorband wird das einfach zu spät, als dass ich mit dem ÖV noch ganz nach Hause kommen würde, mein Fahrrad ist in der Werkstatt. Taxi musste also dienen. Also, keine Vorband bitte! Allerdings hab ich natürlich schon tolle Bands und Musiker durch die Support-Shows entdeckt. Und dieser Mittwochabend war so super – es hat sich auf jeden Fall mal wieder total gelohnt.

Eine Indie-Rock Band namens Out Sea war Support Act. Nobody’s perfect! Auch ich hab so meine Vorurteile. Aber man gibt sich ja Mühe offen für neues zu sein. Nach den ersten 2-3 Songs fand ich dann schon, dass diese Solothurner eigentlich ziemlich gut klangen. Gleich von Anfang an kommunizierte die Band mit dem Publikum und konnte alle sehr schnell und gut mit ihrem Witz und Charm mitziehen. Und als sie erwähnten, dass sie gerade noch am selben Tag bei Joiz im „Last Band Standing“-Contest zu sehen waren und auch weiterkamen, da hatte ich auch so meinen „Aha“-Moment des Tages. Zu mindest den Artikeltitel hatte ich gelesen gehabt – ähm, oder wohl eher überflogen. Die Band ist noch jung, aber ich würd meinen, das kann was werden.
[Videos Out Sea]

Um 21 Uhr starteten Baba Shrimps ihr Konzert mit einer spontanen, ungeplanten Ansage – „weil es sonst immer einge gibt“. Haha. 😛 Die Band betrat die Bühne und wir kriegten erstmal ein wenig lange Gesichter und Enttäuschung machte sich dann schon etwas breit. Ok, dass Jonas (Gitarrist) nicht dabei sein würde, hatte ich noch so vermutet. Der jettete grad weiss nicht wo umher 😉 Aber Steve war auch nicht da. Baba Shrimps haben immer gute Musiker dabei, so ist das nicht. Es ist aber halt nicht dasselbe. Naja, soll wohl mal vorkommen, viel mehr Gedanken darum machte ich mir dann doch nicht. Nach dem ersten Song dann auf jeden Fall gleich schon ne kleine technische Panne. Bei Keyboarder Luca funktionierte nicht alles und es wurde eilig nach der Ursache für gesucht. Ich sag nur, bloss nicht stressen lassen. 🙂 Adi hielt in der Zeit etwas Smalltalk mit dem Publikum, welches das Ganze nicht so eng sah. Es ging ja dann auch schon schnell wieder weiter bzw. konnte dann los gehen. Ich geb zu: Wenn vor Konzertbeginn eine Setlist in Blickweite auf der Bühne liegt, dann werf ich gern mal einen kurzen Blick drauf 😉 Somit freute ich mich schon vorab, dass das OneRepublic-Cover „Feel again“ [Video hier] ganz weit oben auf der Setlist stand und somit, im Gegesatz zu den letzten Konzerten, gespielt werden würde. Ging ich auf jeden Fall von aus und war dann auch so. Ja, es ist ein Cover und ich mag bandeigene Songs generell schon lieber, aber der Song ist klasse und ich hör den auch von ihnen gespielt total gerne. Neben ruhigen Balladen wie „Little House“ oder Ohrwürmer wie „Europe“, gabs Remixes wie bei „All The City Lights“ oder „Back To Where The Light Is“ . Und es kam viel Bewegung ins Publikum. Die Leute liessen sich mitreissen, tanzten ausgelassen und hatten Spass. Dabei durfte natürlich „I don’t wanna hide“ [Video hier] ebenfalls nicht fehlen. Es war eine richtig tolle Stimmung in der Raumbar im Kofmehl.

[weitere Fotos in Galerie]

Klar, liess man sie da nicht einfach so das Konzert enden und es wurde lautstark noch eine Zugabe verlangt. Es folgte „Pride & Tears“ und weil dann die Technik zum Abschluss bei „Movie Star“ nicht mehr wollte, traten die fünf von der Bühne ins Publikum runter und spielten den Song einfach komplett akkustisch. Da darf die Technik also öfters streiken ;). Einfach ein wunderschönes Konzertende.

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