Bastian Baker in Darmstadt

Kurztrip nach Deutschland für Bastian Baker? Oh ja, das können wir gerne öfters machen.

Ja, es war mein Geburtstag und ich wollte was spezielles machen, was unternehmen. „Gewöhnliche“ Geburtstagsparties (Essen gehen, Clubs etc) liegen mir nicht so.  In den letzten Jahren war ich selten wo anders an meinem Geburtstag als an einem Konzert. Und da bot sich der kleine Trip sehr gut an. Ich hab schon vor einem Jahr Bastian um meinen Geburtstag rum in Deutschland live gesehen – damals in Berlin bei der Albumpräsentation. Das darf gerne zur Tradition werden 😉

Der Event
Das Schlossgrabenfest in Darmstadt (nähe Frankfurt am Main) ist ein 4-Tägiges-Stadtfest. Eigentlich hätte man gut und gerne das ganze Wochenende dort verbringen können. Wo sonst kriegt man so viele bekannte Musiker gratis zu sehen? Andreas Bourani, Mark Forster, Wise Guys, Teesy und Daniel Nitt, um nur einige zu nennen. Und mitten drin eben auch Bastian Baker. Und mit dem Pfingstwochenende, Montag also frei, passte das super. Ab nach Deutschland!


Die Reise

Weil die Deutsche Bahn gerade erst noch streikte, traute ich denen nicht so recht und buchte somit eine Busfahrt mit MeinFernbus.de ab Zürich. Nach dem Benken Openair also direkt von meiner Kollegin nach Zürich und von dort eine ca. 5-stündige Busfahrt nach Darmstadt. MeinFernbus.de kann ich nach dieser Fahrt auf jeden Fall empfehlen – gut Platz im Sitz, Gratis-Wifi, kleine Verpflegungen, die man sich kaufen kann. Es war eine angenehme und sichere Fahrt. In Darmstadt am Bahnhof angekommen suchte ich mir erstmal ein Bus Richtung Stadtzentrum. Hatte natürlich kein Kleingeld und die Fahrerin total miese Laune. Da kam aber ein Fahrgast zu meiner Rettung und nahm mich mit seinem Spezialabo mit. In Deutschland scheinen die ja viele solche Spezialabos zu haben. Wieso haben wir das nicht? Gut, ich bin natürlich schon dankbar fürs GA. Mit diesem Spezialticket konnte ich mit diesem Herrn auf jeden Fall mitfahren, und mich somit von meiner Kleingeldmisere retten. Ich war so dankbar.

Das Hotel


Das Hotel war ja mal etwas schräg. Hotel Ernst-Ludwig. Da war erstmal keiner an der Rezeption. Ich musste eine Nummer anrufen und da kriegte ich von einer Dame den  Code für den kleinen Safe, der an der Tür hing. Dort konnte ich meinen Schlüssel rausfischen und mein Zimmer beziehen gehen. Bis zum Frühstück bzw. Auschecken am nächsten Tag traf ich da keine Menschenseele an. Ich weiss nicht, hatte ich ja noch nie erlebt. Ihr? Es war jetzt nicht der pure Luxus, halt ein normales Zimmer. Es war aber sauber und angenehm, und für eine Nacht ging das sehr gut. Und das Hotel war nur wenige hundert Meter von der Bühne weg, auf der Bastian später spielte. Also ideal.

Das Konzertareal
Das Konzertareal mitten in der Stadt war umzäunt und es wurden einfach so lange Leute reingelassen, bis es voll war. Wer nicht rechtzeitig da war, hatte Pech gehabt. Beim Einlass wurden Taschen durchsucht und Getränke mussten draussen bleiben. Es war schon irgendwie etwas chaotisch, weil die ganzen Getränkestände schon da plötzlich keine Becher mehr hatten. Es dauerte ziemlich lange, bis sie wieder welche besorgt hatten und dann ging ihnen auch noch das Wasser aus. Nicht ganz so toll organisiert.  Da man keinen Eintritt bezahlte, musste man die Becher für einmalig € 5 kaufen. Aber ja, was sind schon €5 bei so vielen Acts? Praktisch geschenkt.


Der Poetry-Slam

Es hätte im Ganzen drei Bühnen gehabt, aber ich bin bei der geblieben, auf der Bastian später spielte. Vor der Bühne standen Tische und Festbänke. Das Festival war sehr gut besucht und einen Sitzplatz finden war zu dem Zeitpunkt ziemlich unmöglich. Als erstes fand ein Poetry-Slam statt. Ich bin nicht so Fan von sowas und fand die meisten Beiträge nicht so toll. Es nahmen mehrere Kandiaten daran teil, die in verschiedenen Runden weiter kamen und schliesslich der Gewinner bestummen wurde. Und immerhin gewann dann doch der, den ich am besten fand 😉

Chris & Taylor
Danach hätte eigentlich Bastian Baker spielen sollen, aber die Auftrittszeiten von ihm und Chris & Taylor  wurden getauscht. War ja aber egal, da ich auf keinen Zug musste und das Hotel nahe war. Es konnte so spät werden, wie es wollte. Nur die Erklärung dazu war irgendwie seltsam: „Mark Forster (der an dem Abend auf einer der anderen Bühne spielte) hatte sein Keyboard vergessen.“ Die Frage des Abends lautete also: „Wie kann man sein Keyboard vergessen?“ Es wurden dann wohl untereinander Instrumente ausgeliehen oder was weiss ich.

So spielten also Chris & Taylor zuerst. Das ganze Publikum verschob sich gleich am Ende des Poetry-Slams und es gab Platz auf den vordersten Bänken. Da sicherte ich mir fürs Bastian Baker Konzert schon mal eine Sitzgelegenheit ganz vorn. Ich blieb da auch nicht lange allein. Es waren einige Bastian Baker Fans aus Deutschland da, die auch extra hergekommen waren. Ich begegnete ausserdem im Laufe des Abends noch einigen Fans aus der Westschweiz.

Es erschien dann ein Trio: Sänger mit Gitarre, Keyboarder und Bassist. Dass der Frontmann Chris ist, verstand ich schnell. Nur dass Taylor nicht einer der anderen beiden Musiker war, sondern Chris‘ Gitarre (aufgrund der Gitarrenmarke) so heisst, das hatte ich nicht erwartet. Chris ist ein Wiesbadner Singer / Songwriter in der Sparte Pop/Rock und tritt seit 2008 unter diesem Namen auf. Obwohl er offensichtlich schon so einige Auftritte und Konzerte hinter sich hat, wirkte er schüchtern und nervös. Das machte ihn aber auch sympathisch. Bastian Baker war doch eigentlich damals am Anfang nicht viel anders 😉 Es war ein schönes Konzert und ihn würd ich bei Gelegenheit wieder schauen gehen.

 

Bastian Baker
Bastian Baker war zu der Zeit im Duo mit Keyboarder Simon Jaccard rund um die Welt unterwegs. Sie waren auch gerad erst aus Singapur angekommen und spürten den Jetlag, wobei sie sich das während dem Konzert nicht wirklich anmerken liessen. Ok, Bastian schien ziemlich aufgedreht, da hatte vielleicht die Müdigkeit auch noch was mit zu tun ^^ Bastian und Simon kamen beide zum Soundcheck auf die Bühne – man kann sagen, schon da begann die Show und das Publikum wurde vor offiziellem Konzertbeginn bestens unterhalten.

Als die beiden dann das eigentliche Konzert begannen, hatte sich der Platz gefüllt. Ganz vorne vor allem die Fans und hinten viele neugierige Festivalbesucher. Zu Beginn sassen noch alle, ausser einem Jungen, der direkt vor der Bühne dem Konzert lauschte und dazu ausgelassen tanzte. Er war schliesslich der Grund, dass immer mehr Leute aufstanden sowie mittanzten, bis Bastian alle aufforderte es denen gleichzutun. Es war ein richtig tolles Konzert. Die beiden im Duet zu hören war super. Sie alberten die ganze Zeit rum. Simon sang im Hintergrund. Ich liebs, wenn er singt. Und irgendwann sprang Bastian sogar von der Bühne runter ins Publikum [Video hier], rockte in mitten der Fans weiter. Von der ersten Minute an schien das ganze Publikum begeistert. Es gab kein Gedränge vor der Bühne, niemand schupste, man hatte viel Platz. Es war ganz anders als die Konzerte und Festival, bei denen ich in der Schweiz dabei war. Vor allem halt im Vergleich zu denen in den letzten 2 Jahren. Damals ganz am Anfang wars ja auch noch ruhiger. Er ist halt da in Deutschland noch nicht ganz so bekannt. Neben den üblichen Songs hörte ich zum ersten Mal den neuen Song „Tattoo on my brain“, den man mittlerweile auf dem neuen Album „Facing Canyons“ findet. Schon da hatte der mir super gut gefallen und ist einer meiner Favoriten des Albums.

Am Ende des Konzertes nahm sich Bastian noch Zeit für Autogramme. Im Vergleich zu Konzerten in der Schweiz, standen nur wenige Leute an – 30 vielleicht? Ich weiss nicht genau, vielleicht ein paar mehr oder weniger. Es war sehr ruhig und angenehm. Eine gute Gelgenheit mich  wieder Mal etwas länger mit ihm, Simon und Manger Raphaël zu unterhalten.

Nach Bastian spielte noch Daniel Nitt, der Keyboarder von Mark Forster und der ebenfalls im März in Zürich als Support von Forster dabei gewesen war. Ich kriegte an dem Abend nicht so viel von ihm mit, aber er gehört auch gar nicht zu meinen Favouriten. Mark Forster lief ich an dem Abend auch irgendwann noch über den Weg. Hätte ich ihn doch mal nach dem Keyboard gefragt 😉

Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück und einem kurzen Spaziergang durch die Stadt mit MeinFernbus.de wieder zurück nach Hause. Es war definitiv einer meiner schönsten Trips im 2015. Auch wenn’s nur ein sehr kurzer Ausflug war, hab ich alles von der Anreise, über die Konzerte bis zur Rückreise total genossen. Konzerte und Reisen verbinden macht eh Spass – und mal was anderes sehen, mal wegkommen ist toll. Das Programm des Schlossgrabenfestes 2016 werd ich mir auf jeden Fall mal anschauen und den Tourplan von Bastian Baker natürlich auch im Auge behalten.

mehr Fotos in der Galerie

Infos:
www.schlossgrabenfest.de
www.chrisandtaylormusic.com
www.bastianbaker.com
www.meinfernbus.de

 

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