Bright November im ISC Bern

Da klingelte der Wecker um 6 Uhr morgens nach knapp 4 Stunden Schlaf. Unmotiviert kroch ich aus dem Bett, machte mich auf ins Bad, um mich für die Arbeit bereit zu machen. Der Blick in den Spiegel verriet mir – nein, eigentlich geht das so gar nicht. Aber dann rund eine halbe Stunde später im Bus mit „The way we are“ auf den Ohren, trug ich eben doch ein Lächeln auf den Lippen und dachte so „danke Bright November, danke Matt!“.

Genau solche kleinen Erinnerungen gepaart mit tollen Songs bringen Motivation in den Tag.

Das Bright November Konzert im ISC Club in Bern war erst für 22 Uhr angesetzt und es war etwas harzig um die Zeit noch ausm Haus zu gehen. Gut, es war ja Donnerstag und solange ich es noch auf den letzten Zug schaffte, geht das. Seit dem letzten Fahrplanwechsel soll es Donnerstag bis Samstag sogar diesen späteren, letzten Bus geben. Plus das Wochenende stand unmittelbar vor der Tür.

Ein paar andere Leute als sonst unter der Woche sehen und tolle Musik hören, das schadet nie. Ich war anscheinend auch nicht die einzige, die etwas länger brauchte an diesem Abend in die Gänge zu kommen. Wenn man aber da so sitzt, was trinkt, noch ein paar Bekannte antrifft, dann ändert sich das immer schnell. Während des Konzerts dann sowieso.

Energisch und mitreissend starteten Bright November an diesem Abend ihr Konzert mit den ersten Songs ab ihrem Debutalbum „In This Together“. Kopfnickend und leicht mitwippend standen die Zuschauer während „Head Heart“, „Fire Of Our Souls“ und meinem Favoriten „Keep On Falling“ mit erstmal einem deutlichen „Sicherheitsabstand“ vor der Bühne des Berner Clubs. (Ich glaube es war Seven, der für diesen „Abstand“ mal einen speziellen Ausdruck hatte. Ich kann mich aber leider nicht mehr an diesen erinnern 😉 ).

Mit ihren rhythmischen, gitarrenlastigen und sphärischen Rock/Pop Songs zog das SRF3 Best Talent vom September 2017 ihr Publikum offensichtlich schnell tief in seinen Bann. Während verträumten, ruhigen Titeln wie „Shepherd“ oder „You Came Down“ hätte man teils echt ne Stecknadel fallen hören können. Letzterer widmeten sie übrigens Geburtstagskind Judith, die trotz Geburtstag extra kam, um die Band zu hören.

Ja, Geburtstagskonzerte sind doch eh die besten.

So erwies  es sich im Laufe des Konzerts als ein durchaus sehr aufmerksames Publikum. Im hinteren Bereich traf man dann noch auf den einen oder anderen Tänzer.

„Less Of me“, das wunderschön harmonische „Lions Mouth“ oder die aktuelle Single „Stay“, die einen gegen Ende des Konzerts nochmals richtig abholte, waren Teil der abwechslungsreichen Setlist. Ein Mix aus Songs vom aktuellen Album sowie der EP „Seeking The Day“, die sie damals im 2013 veröffentlicht haben.

Dabei verlor die Band während des Abends nicht allzu viele Worte, liess einfach die Musik sprechen. Umso mehr blieben aber die paar Worte, mit denen Frontmann Matthias „The way we are“ all denjenigen widmete, die morgens einen kleinen Motivationsschub brauchten. Und wie anfangs erwähnt, es wirkte!

Nach etwas mehr als 1 Stunde beendeten Bright November ein wunderbares Konzert mit dem dynamischen „Strain Return“. Einmal mehr ging es mit diesem „Wow-Gefühl“ nach Hause. Auch wenn die Konkurrenz für den Swiss Music Award so unglaublich gross ist, verdient hätten sie die Auszeichnung auf jeden Fall. Lassen wir uns überraschen.

Infos und zukünftige Konzertdaten zu Bright November findet ihr hier:
www.brightnovember.com

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