Channelsix in Obfelden

Erzähl ich euch von meinem Ausflug nach Obfelden (irgendwo am A**** von Zürich) zu Channelsix oder vielleicht doch besser nicht? Naja, eigentlich kann ich’s ja erzählen. Ihr habt ja schon von meinen kleinen Kapriolen gelesen. Da kommt’s auf ne weitere nicht drauf an. Hier kommt also noch eine. So typisch ich mal wieder 😉

31. Juli 2014 – super! Nationaler Feriertag am Tag darauf, also frei! Egal wie spät es werden würde, ich kann dann ausschlafen! Dachte ich mir – hab’s aber dann SO auch nicht gemeint. Naja, ab nach Obfelden und Channelsix hören. So kurz vor Albumveröffentlichtung (am 12.9.2014, 2. Album „Long Time No Sea“) und nach so langer Zeit ohne ihre Konzerte, da musste das einfach sein. No matter what! Eine kleine 1. August-Feier in der Obfeldner Badi. Mit Züpfe, Cervelats, Salate und was so zu einem typischen 1. August-Essen dazugehört. Die Kiddies rannten teils schon mit ihren Lampions herum. Später würde es noch ein Feuerwerk geben. Traditionell mit Handörgelimusik. Klar waren da hauptsächlich Mamas, Papas, Omas und Opas mit den Kindern. Ächz. Das könnte schwierig werden.

Clever wie ich ja bin, hab ich mir ein Mobility-Auto gemietet, damit ich das Konzert womöglich bis zu Ende sehen konnte und ein Bisschen mehr Zeit hatte. Affoltern – Obfelden die Strecke. 10 -15 Minuten ca. Easy eigentlich. Ich komm ja nicht so oft zum Fahren, gibt so etwas mehr Erfahrung also. Mit dem RIESEN Auto (ok, Renault Megane ist nicht ganz so gross – aber im Vergleich zu dem, was ich sonst fahr, schon) hat ich etwas Probleme. Ging zum Hinfahren aber ganz ok. Auf die Band traf ich da dann auch bereits. Noch was trinken und essen. Ein gemütlicher, sonniger Spätnachmittag eben. Liess sich so gut auf Konzertbeginn warten.

Channelsix begannen um halb neun mit dem neuen „Everlasting“ ihr Konzert. Und die ersten Eltern sprangen mit ihren Kiddies schon auf und gingen. Einige weitere machten es ihnen im Laufe der ersten Songs nach. Pff. Ich weiss nicht. Da kann man nur die Augen verdrehen. Und so laut wars nicht mal. Aber weniger ist manchmal mehr. Es blieben noch genügend und die hörten auch zu. Und ich sowieso. 😉 1,5 Stunden gefüllt mit neuen und alten Songs – einige kannte ich schon, andere noch nicht. Wunderbare Rocksongs wie „Need You“ [Video hier] oder „Let me know“ [Video hier], die aktuelle Single „Stay“ [Video hier] oder die Akkustikballade „Space Travel“ [Video hier] waren Teil der Setlist. Meinen Standort wechselte ich immer mal wieder, bis ich dann doch schliesslich wieder seitwärts an der Bühne stand. Mal sangen die im Publikum etwas vorsichtiger mit, wurden beim Mitklatschen doch etwas mutiger. Die Kids tanzten da schon ungenierter vor der Bühne rum. Eine CD wurde direkt verschenkt. Um die CD, die dann an den Bühnenrand gelegt wurde und man sich schnappen durfte,, „dr Ender isch dr Gschwinder“, wurde nicht unbedingt ganz so gross gekämpft. Da waren dann alle einfach doch immer noch zu schüchtern. 😉 Ich war einfach nur glücklich mich für die Fahrt nach Obfelden entschieden zu haben und ich hätte ihnen ja am Liebsten noch Stunden lang zugehört, aber ich musste halt irgendwie wieder nach Hause kommen.

Gegen 22 Uhr spielten sie ihr letztes Lied – „Til you say you’re mine“, meinen Favouriten (ihr könnt euch vorstellen, dass ich nervös wurde, weil ich dachte, dass das nicht mehr reichen würde) natürlich ganz am Ende. Durch den Song bin ich damals der Luzerner Band verfallen. Da passte es zeitlich doch perfekt. Somit einfach schnell noch verabschieden. Soviel Zeit musste noch sein. Und mit einer Überraschung hatte ich da ja nicht gerechnet: Ich kriegte die Setlist vorunterschrieben überreicht! Ha! Das ist das erste Mal wohl, dass ich ohne zu Fragen die Setlist gekriegt habe. Einfach so. UND dazu noch unterschrieben! 😀 Soweit vorausgedacht! Dass das jetzt so die wertvollste Setlist in meiner Sammlung ist, könnt ihr euch ja wohl denken? Gut, vielleicht auch nicht. Meine Freude an Setlists können, glaub, nicht alle ganz verstehen. 😉 Dafür vielleicht die Freude an der Überraschung.

channelsix @ Obfelden

Dann aber ab Richtung Bahnhof. Nur, unter Zeitdruck gings dann nicht ganz so einfach zurück. Und da bin ich nicht nur falsch abgebogen (ich hab jetzt deshalb ein Navi bzw. Navi-App), sondern rannte da auch einfach noch ne Ente mitten über die Strasse (Sie sollte noch leben. Ich hab sie NICHT überfahren!). Und es war passiert – Zug verpasst! Das hiess, ich kam mit dem nächsten genau noch nach Bern. Tja, was macht man in so ner Situation? Mal bei Burger King vorbei und dann in den Warteraum hocken. Nur, der wurde dann für die Nacht geschlossen! Schönen Dank auch noch! Rund 4,5 Stunden warten, dann fuhr auch der 1. Zug. Klar hab ich mir überlegt, ob vielleicht irgendwo in der Nähe noch ein Mobility-Auto zu kriegen wär. Aber das kostet dann so unnötigerweise wieder viel. Und ich konnte ja dann nach Hause schlafen gehen.

Setlist Channelsix @ ObfeldenIch kam schliesslich mit zwei jungen Frauen ins Gespräch, die in die selbe Richtung wollten und den Zug auch verpasst hatten. Sie konnten allerdings ihren Vater anrufen. Der kam dann extra nach 2 Uhr morgens aus Interlaken, um sie abzuholen. Ja, und netterweise durfte ich bis Thun mitfahren. Somit war ich schlussendlich doch viel eher daheim, als erwartet. Glück muss man haben und manchmal glaub ich doch, irgendwer oder irgendwas passt etwas auf mich auf und steht auf meiner Seite ^^

Naja, es war die Reise und die „Mühen“ eben total wert. Und würd das Risiko immer wieder eingehen eine Nacht am Bahnhof zu verbringen 😉 Und wie abenteuerlich begann euer Feiertagswochenende?

[Fotos in der Galerie]

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