Eliza Doolittle in Bern

Act: Eliza Doolittle
Datum: 11.02.2014
Event: Energy Live Session
Ort: Rondel Bern
Zeit: 20.30 Uhr
Türöffnung: 19 Uhr


Ich liebe Showcases. Man kann dadurch so super neue Musik entdecken. Und kaum im Web mitgemacht, hatte ich die Bestätigung, dass ich für die Energie Live Session mit Eliza Doolittle gewonnen hatte. Wenn ich Eliza Doolittle höre, dann kommt mir Irland in den Sinn. Ich glaub, ich hab dort drüben irgendwann mal von ihr gehört. Die zierliche Sängerin/Songwriterin stammt allerdings aus London.

Eliza Doolittle in Bern

Die 32. Energy Live Session fand im Rondell in Bern statt. Ein kleiner Club in der Nähe vom Bahnhof. Als wir dort kurz vor 19 Uhr ankamen, tönte gerade noch der letzte Teil des Soundchecks vom Keller hoch. „Wieso gibts eigentlich keine Fotos mit der richtigen Eliza?“ – ja, gute Frage. Würd auch viel mehr Spass machen, als mit dieser Papfigur. Aber immerhin hat man die Chance für die nächste Energy Live Session VIP-Tickets zu gewinnen. Hoffen wir also das Beste. Über eine Treppe gelangten wir in den Club runter und der ist definitiv grösser, als es von aussen schien… mit der runden Bühne, der Bar und der Attika sozusagen. Irgendwie hatte ich ein totales Déja-vu und das Gefühl, ich war hier schon mal. Und doch, wüsste ich nicht wann das hätte sein sollen. Wir holten uns unser Gratisgetränk an der Bar und schwatzen noch etwas, bis Energy-Moderator Simon Moser die Bühne betratt und die 24jährige Sängerin mit ihrer Band ankündete. Die zierliche Brünette mit den zerissenen Jeans und Glitzertop begann mit „Back Packing“ und schnell gings ans Spekulieren – ‚hat sie da jetzt irgendwas unter dem Top an oder nicht?‘ und ‚hält das?‘. Irgendwie erinnerte sie mich recht an Miley Cyrus – damals, als ich Miley zu den Hannah Montana-Zeiten noch mochte. Aber Eliza schien mir dann doch noch einen Zacken talentierter und die bessere Sängerin. Mit ihrer Band spielte sie also ihre einstündige Show – Keyboarder, Basssist und Schlagzeuger. Den Schlagzeuger habe sie erst an dem Morgen kennengelernt. Bei „No man can“ kam man um die Hühnerhaut nicht drum rum, für den Disclouser-Song „You & me“ setzte sie sich ganz alleine ans Keyboard und spätestens bei „Skinny Genes“ hatte ich meinen ersten Aha-Moment. Sie tanzte über die Bühne, lies ihre Hüften kriesen, spielte und flirtete mit dem Publikum, das in der ersten Reihe allerdings hauptsächlich aus weblichen Zuschauern bestand. Der junge Mann an der linken Seite der Bühne war schliesslich immer wieder ihr Zielobjekt – ging vor ihm auf die Knie, wuschelte in seinen Haaren und brachte ihn doch wohl ab und an in Verlegenheit. „In your hands“, „Walking on water“ oder „Pack up“ waren weitere Stücke auf der Setlist. Das Publikum klatschte sie und die Band nach dem letzten Lied schliesslich nochmals zurück. Normalerweise spiele sie keine Zugaben, meinte sie, das sei „cheesy“. Sie war wohl etwas peinlich berührt, dass man noch mehr von ihr hören wollte.

Eliza Doolittle ist auf jeden Fall talentiert und hat ne schöne Stimme. Ich empfand das Showcase als sehr schön, muss aber sagen, es hat mich nicht 100%ig gepack. Aber bin gespannt, wie bald sie zurück in der Schweiz sein und was man noch so von ihr hören wird.

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