Energy Air 2014

Einmal tief durchatmen, die Sonnenstrahlen so richtig absorbieren, die Wärme genissen. Ton in Ton mit dem strahlend blauen Himmel ragte die riesige Energy Air Bühne in dem noch grösseren Stadion empor. Wir warteten entlang des Laufstegs auf Showbeginn. Zugegeben, es war nicht der beste Platz. Der Laufsteg bzw. Bühne war so enorm hoch, wir konnten nicht mal bis halb drüber sehen. Immerhin standen wir so, dass wir noch so quer nach vorn alle Bandmitglieder jeweils knapp sehen konnten.

Nur kurz davor standen wir noch im Swisscom Shop und haben dem Accousticset der irischen Band Kodaline gelauscht. Dort vielleicht 100, hier nun um die 40’000 Zuschauer. Auch wenn ich in grösseren Stadien war, ist es auch da im Wankdorfstadion – Stade de Suisse – beeindruckend zu sehen, wie sich die Plätze langsam füllen. Energy versprach ein Spektakel der Extraklasse…

So viel Aufregung an einem Tag. Noch ganz im Rausch von dem Mini-Showcase liessen wir uns von Energy mitreissen. Auf den grossen Leinwänden gabs die Geschichte der Energy Stars For Free Events – 2003 lief damals der 1. Event im Xtra in Zürich über die Bühne. Es ging rüber ins Hallenstadion und an diesem Samstag schliesslich der Megaevent, das Energy Air, im Stade de Suisse Bern. Die Acts des Abends wurden dabei päsentiert. Überraschungsgäste sollten folgen.

Der ganze Event wurde von Dominique Heller, Patrick Hässig und Simon Moser moderiert. Und die Security waren die selben, wie schon am Gurtenfestival – Spass war also zumindest im Fotograben vorprogrammiert. 😉 Die Acts gefielen mal mehr, mal weniger… allen in allem wars ein guter Event. Nicht immer 100% live. Aber bezahlt hatten wir ja nix 😛

Bastian Baker eröffnete die Show. Angeblich flog er nach dem Auftritt per Helikopter gleich zu einem nächsten Termin… unser „Weltstar“ ist vielbeschäftigt 😉 In schwarzer Lederjacke rockte er mit der Band das Stadion zu „Tomorrow may not be better“, „Dirty Thirty“ und „79 Clinton Street“. Die Zuschauer schwenkten zu „I’d sing for you“ die Arme… Nachdem ich nicht sehr happy über das Konzert am Pfadi Folk Fest war, besonders eben wegen dem Publikum, fühlte es sich richtig toll an, die Band da oben auf der riesigen Bühne zu sehen. Umgeben von bester Stimmung. [Fotogalerie]

Bastian Baker at Energy Air
Bastian Baker

Die Eröffnung des Events war somit gelungen. Nur ja, dann fing es an – DJs. Und der Schweizer DJ Alex Price war nicht der einzige, der folgte. Remady & Manu-L, ebenfalls von hier, sowie Steve Angello aus Schweden legten später auf. Das mehrheitlich sehr junge Publikum flippte vor allem bei Remady total aus und Schrie unkontrolliert nach Zugaben. Verstehen tat ich das nicht. Besonders nicht, weil später bei Kodaline sich offensichtlich kaum jemand für die Band interessierte. Einfach nur frustrierend. Nicht alle Bands gefielen mir gleich gut, aber im Gegensatz zu diesem Boom-Boom der DJs konnte ich den Rest Musik nennen. Naja, meine Meinung. Wem’s gefällt? Mir definitiv nicht. Dabei hätte Manu-L mit Myron ne gute Band mit so schönen Songs. Der einzige Trost bei Remady waren die gutaussehenden Tänzer 😛 Wenigstens etwas fürs Auge… [Fotogalerie]

Der Rest mochte ich ziemlich bis sehr gut. Jan Oliver, Kunz, Dabu Fantastic, Skip the use und Kodaline fand ich super. Maxim, Family of the Year und Plasma so mittelmässig.

Maxim hab ich an dem Tag zum ersten Mal gesehen. Der deutsche Musiker ist offensichtlich seit Jahren schon mit seinen Songs unterwegs, hatte aber nie wirklich von ihm gehört. Ich glaube, durch Stefan Raabs Bundesvision Songcontest wurde man auf ihn aufmerksamer. So richtig begeistern konnte er mich nicht, war halt ok. Früher seien es deutsche Raggea-Songs gewesen, die er sang. Heute geht sein Stil viel mehr Richtung Pop. [Fotogalerie]

Über den ersten Überraschungsgast freute ich mich: Jan Oliver. Ihn kennt ihr wohl bereits als Ex-Mr Schweiz, viel lieber mag ich ihn als Musiker. Er präsentierte mit einer noch grösseren Band – neben den selben Bandmitglieder wie in Burgdorf, zusätzlich Keyboarder und Background-Sängerinnen – ein kurzes Set aus seinem Debutalbum „The Great Escape“ sowie die neue Single „Dancing Alone“. [Fotogalerie]

Jan Oliver at Energy AirDer zweite Überraschungsact war Kunz. Seit er bei Universal sein Debutalbum „Einfach so“ rausgebracht hat, steigt sein Bekanntheitsgrad ja rasend und da steht er doch nach all den kleinen Konzertbühnen bereits auf der riesigen Stadion Bühne. Wieder sind wir beim Folkigen, aber eben dieses Mal in Mundart ;). Energisch mit Pauke, Gitarren, Bass und Mandoline beschtritt das Quintett seinen Auftritt. [Fotogalerie]

Dabu Fantastic at Energy AirDabu Fantastic waren super.  Erst gerade am kleinen Radio Argovia Showcase gesehen, rannte Dabu wie verrückt über den Steg und zurück. DJ Arts hatte auch hier Perücke und Waschbrette dabei, und da klettere er auch kurzer Hand aufs DJ Pult. „Moment“, denkt ihr jetzt wohl. „DJ Pult? Aber die DJs magst du doch gar nicht?“ – klar, aber Dabu Fantastic spielen auch nicht nur Boom-Boom 😉 Die haben eine Live-Band und diese Band spielt unter anderem sommerliche Popsongs, wie etwa „Vo Vorn“, das an dem Tag das Sommerfeeling noch mehr verstärkte. Und „Sunne“ passte auch. Ihre Konzerte haben schon immer total Spass gemacht und man merkte definitiv, dass es ihnen da auch sehr gut gefiel. [Fotogalerie]

Irgendwann zwischendrin gabs einen Crowd-Surfing Wettbewerb mit Gummibooten. Da surften zwei der Moderatoren übers Publikum in ihren Booten. Zuschauer konnten auch noch Platz-Upgrades für die Swisscom Lounge gewinnen oder am späteren Abend gabs noch ne alberne „Kiss-Cam“ 😉 Für Unterhaltung wurde also auch während Bühnenumbau und Actswechsel gesorgt. Kennt man nicht anders vom Energy Stars For Free 🙂

Von Skip the Use hatte ich mir vorab ihr Video zu „Nameless world“ [Offizielles Video hier], dass Energy bei der Ankündigung gepostet hatte, angeschaut. Da dachte ich erst „OMG! Was ist das denn?“. Die französische Elektro Punk-Rockband schien mir ganz schön abgedreht und so gar nicht mein Geschmack. Sehr düster auch. Aber wow, was für ein Auftritt. Das ist eine sehr energische Band mit toller Bühnenpräsenz. Die haben richtig gerockt. Und so live fand ich ihre Songs gar nicht mal schlecht. Die würd ich als Neuentdeckung somit auch sofort weiterempfehlen. [Fotogalerie]

Ich freute mich natürlich ganz doll auf Kodaline, auch wenn ich sie nur kurze Zeit davor bereits gesehen hatte 😉 Die Songs waren in etwa die selben wie am Nachmittag bei Swisscom – „High Hopes“ [Video hier] und „One Day“ [Video hier] Teil davon. Die wunderschönsten Bilder und Grafiken wurden auf der LED-Wand gezeigt, während sie ihr kurzes Set spielten. Jay mit seinem kaputten Arm halt am Keyboard statt Bass. Gänsehaut pur. Wunderschöne Songs, wunderbare Stimmen. Aber wie gesagt, viele schienen die Iren einfach nicht zu schätzen. [Fotogalerie]

Plasma war schliesslich die letzte Band, die ich noch sah. Mir wurde die Band schon vorab vorgeschlagen und so hatte ich mir das Album der Bündner Elektro-Rockband vorab angehört gehabt. Das Album hat mich schon nicht wirklich angesprochen und live schliesslich auch nicht. Nicht, dass die jetzt schlecht wären. Ist einfach nicht wirklich meins.

Und dann war ich weg. Ich zuckte noch ein paar Mal während dem Steve Angello-Auftritt zusammen, als ich um das Stadion zum Bahnhof ging. Was ging da bitte ab?

Ich verpasste schliesslich Knackeboul, Lo & Leduc sowie Pegasus, die den Abschluss zusammen mit Stress als Special Guest machten. Naja, was heisst verpassen? Ich war schliesslich auf den Weg zum 3. Event des Tages – auf dem Weg zu Pablopolar. Nach 4 langen konzertlosen Monaten haben sie ihre Pause unterbrochen, um doch mal wieder zu spielen – und dazu kündeten sie 2 neue Songs an. Das war dann definitiv wichtiger 🙂

Auf Energyair.ch gibt’s übrigens ganz viele Videos, Fotos und Interviews rund ums Energy Air.

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