Facing Canyons Tour: Bastian Baker in Bern

Die Facing Canyons Tour ging weiter. Am Dienstag nach dem Konzert in Solothurn [lest hier] machte Bastian Baker  Halt im Bierhübeli Bern. Und Robert Francis  war ebenfalls wieder als Support Act mit dabei.

Direkt nach der Arbeit ging es nach Bern und trotz, dass ich erst rund eine halbe Stunde nach Türöffnung an der Location erschien, stand ich seitwärts in der 2. Reihe des ausverkauften Bierhübelis – direkt hinter Freunden und Bekannte. War also mit dem Publikum nicht anders als in Solothurn. Das Lokal füllte sich dann eher langsam. Und doch war das Bierhübeli-Publikum von Beginn weg einiges euphorischer als das die Woche davor in Solothurn. Der Support Act, Robert Francis, der wieder in Begleitung von Martin an der Violine auftrat, wurde in Bern bereits viel stürmischer und lauter empfangen.

Ebenso dann Bastian Baker. Beginnen tat das unter anderem mit dem einen Mädel in der vordersten Reihe. Die kriegte sich ja gar nicht mehr ein und kreischte sich bei den ersten Songs fast die Lungen raus, hatte dann auch während des ganzen Konzertes immer das Bedürfnis sich zu melden. Ohrstöpsel brauchte ich definitiv nicht wegen der lauten Musik…. Gleich am Anfang schon kriegte sie damit die gewünschte Aufmerksamkeit von Bastian. Nur, dass mit ihrem Gekreische auch er erst spät merkte, dass sie gar kein Deutsch sprach…  Bastian und die Band schienen genau so irritiert ab dem ganzen Geschreie wie das Publikum. Da kann man zu Beginn vielleicht noch drüber lachen, aber wenn sich sowas durchs ganze Konzert zieht… uff.

Also, die Setlist war bis auf eine Kleinigkeit die selbe wie in Solothurn. Die Band begann die Show wieder mit „We Are The Ones (#FF)“ [Video hier] ab dem neuen Album „Facing Canyons“ – eben begleitet von dem Gekreische. Ein tolles Lied um das Konzert zu starten – nicht so toll das Gekreische. Man versucht es halt zu ignorieren so gut es geht. Was uns aber auch bereits vor dem Konzertstart aufgefallen war: Es waren Lämpchen, einzelne Glühbirnen, aufgehängt, die in Solothurn noch nicht da gewesen waren. Und die machten alles noch viel besser und schöner. Damit erzeugten sie wunderbares, warmes Licht während des Konzertes und ich konnte meine Augen kaum von lassen. Unglaublich schön! Die Geschichten, Erzählungen und Kommentare von Bastian waren ebenfalls in etwa die selben. Nur schien Bastian an dem Abend nochmals eins drauf zu setzen. Bisschen wilder, Bisschen übertriebener… wie etwa bei der Geschichte aus der Zeit in Paris als er dann „Prime“ schrieb. Natürlich sprang er bei „I Want You“ wieder ins Publikum und tanzte mit den Fans. Später rannte er auch hinten über den Backstage hoch auf den Balkon und stattete den Zuschauern dort oben einen Besuch ab. Da herrschte natürlich jeweils riesen Aufregung im Publikum. Auch die Band alberte gerne im Hintergrund etwas mehr herum.

Die Setlist sah an dem Abend wie folgt aus:
1. We Are The Ones (#FF)
2. Everything We Do
3. Lucky
4. Tomorrow May Not Be Better
5. White Room
6. I Want You

Accoustic:
7. Leaving Tomorrow
8. With You Gone

9. Colorful Hospital
10. Prime
11. Ain’t No Love
12. Planned it All (Piano)
13. Never in Your Town
14. Two Thousand Years
15. Kids Off The Streets
16. Give Me Your Heart
17. Charlie From Sydney
18. Tattoo On My Brain
19. 79 Clinton Street
20. Dirty Thirty

21. I’d Sing For You

Ruhiger wurde es wieder beim Akkustikset während „Leaving Tomorrow“ und „With You Gone“ oder etwa auch als Bastian anders als in Solothurn zusätzlich, ganz allein nur mit seiner Gitarre, „Give me Your Heart“ spielte, bevor sie mit „Charlie From Sydney“ fortfuhren. Gegen Ende drehte das Publikum so richtig auf, wollte die Band gar nicht mehr gehen lassen. Alle schrien und jubelten. Erst stand Bastian etwas sprachlos da, bis die Zuschauer schliesslich die Melodie von „Seven Nation Army“anstimmten – und Bastian und die Band stiegen ganz einfach ein [Video hier]. Was für eine unglaubliche Stimmung! Enden tat das Konzert schliesslich wieder mit „I’d Sing For You“.

Es war wirklich ein richtig tolles Konzert! Die Songs, die Stimmung, alles hat so unglaublich gut gepasst. Und die Frage war dann: Kann das am darauffolgenden Wochenende in Zürich überhaupt noch getoppt werden?

 

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