Halunke EP-Taufe in Köniz

Nachdem ich die Songs der neuen EP „Easy“ kürzlich vorab schon mal im Westside Bern gehört hatte, haben die Halunke nun ganz offiziell im Kulturhof Köniz ihre EP getauft. Mit dabei hatten sie nicht nur die neuen Songs und einen neuen Drummer, sondern auch Radio SRF3, das die ganze Show aufzeichnete. Mein letztes Konzert von den 6 Konzerten in dieser Woche.

Ich stand ungefähr ein Viertel Konzert vor dieser Bühne und hab mich gewundert, wo ich den neuen Drummer schon gesehen hatte, bis es mir irgendwann dämmerte (noch bevor sie ihn vorstellen) – bei Span. Mit „Vor Hand is Muul“ begannen sie das Konzert. Einen zu schweren Magen vom vielen Essen oder müde von der anstrengenden Woche (oder von zu vielen Konzerten ;-)) liess die Band nicht gelten, es sollte beim „Nanana“ jeder mitmachen – ähm, oder war es doch vielleicht eher „Lalala“? Auf jeden Fall war Radio SRF3 an dem Abend mit dabei, zeichnete das Konzert auf, um es in der Woche darauf in der neuen Sendung „Punktch“ vorzustellen. Deshalb experimentierte man auch etwas bei „Gar ke Zyt“ mit zweistimmigem Gesang, was man ja sonst nicht tun würde… 😉

Für „Schiffbruch“, das ja auf SRF3 auch auf und ab läuft und bestimmt jeder mittlerweilen kennt, wäre eigentlich Büne Huber für das Duett gerne vorbei gekommen, hätte er an dem Abend nicht selber mit Patent Ochsner ein ausverkauftes Konzert in Wil gehabt. Dabei meinte Frontmann Christian Häni nicht ganz ernst gemeint, dass sie noch mit Anwalt und allem sonstigen versucht hätten, das Patent Ochsner Konzert zu verschieben. Aber er käme dann das nächste Mal – ähm, naja, vielleicht. Dafür versprachen sie Zuschauer Lars, dass Gitarrist Simon ihm ein extra schönes Gitarrensolo spielen würde. Dem Jungen habe nämlich das damalige Solo bei den ersten Songaufnahmen nicht sonderlich gefallen.

Es gab über all die Geschichten, Erzählungen und Kommentaren zu den einzelnen Liedern und deren Entstehung viel zu schmunzeln und zu lachen. „Ich mache dir en Salto usem Schnidersitz“ – die erste Textzeile aus „Houston we are ok“ stamme ja z.B, eigentlich aus einer Doku, wurde also ‚geklaut‘. Häni fand den Satz so toll, dass er gleich einen Song daraus machte – der hat schlussendlich aber (zum Glück?!) nichts mit dem Thema aus der Doku zu tun sondern wurde eine Liebeserklärung. Der EP-Titelsong „Easy“ habe sich dafür missverständlich zum „Bisi“-Song entwickelt. Aber das sei ja nicht so schlimm, weil Baschi habe ja auch seinen „Glace Song“ (der Baschi Song „90 Gramm Glück“ ist übrigens gemeint, bei dem man vor allem dank SRF3 jetzt immer ‚Glace‘ statt ‚Glas‘ versteht ;)) Weiter ging es etwa mit „Me Meer“ und natürlich durfte „Musig“ nicht fehlen. Für „Nid ohni di“ hatten die Halunke sogar noch eine Duettpartnerin dabei. Denke mal, das Duett entstand mit dem damals erfolgreich abgeschlossenen Crowdfunding für die EP.

Während „Boulevard“, der der schwierigste Song des Abends sei, da Häni gleich selber den Zürcher Rapper vertrat, wurde die Band ausgiebig vorgestellt: Es spielte Marco Mazzotti am Bass, der aus dem tiefsten Wallis angereist sei. Dann war da eben der neue Drummer, Matthias Nydegger, der dann doch nicht aus dem tiefsten Emmental stammte. Simon Rupp, der als Einziger seit Anfang an dabei sei und man mit vielen Therapiestunden an die E-Gitarre herangeführt habe. Etwas mehr im Hintergrund war Thomas „Knuchi“ Knuchel an der Trompete und am Flügelhorn. Gleich neben ihm stand Maro Widmer an der Posaune, dank dem sie bei der Essensanmeldung immer einen weniger anmelden müssten. Und in der Mitte fand man den aus Deutschland importierte Keyboarder Manu Halter. Und natürlich durfte der Mann am Mischpult „Buzz“ nicht vergessen werden, bei dem immer mal wieder kontrolliert wurde, ob er noch stehe, weil er Veganer sei 😉 Jaaaha, es war ein unglaublich unterhaltsamer Abend. Natürlich durfte man nicht immer alles zu ernst nehmen.

Zum Abschluss liessen sie die ganzen „Affenbande“ nochmals tanzen, in dem sie das Publikum ihr Openair-Spiel spielen liessen. Alle brachen von anfänglicher Starre und böser Miene in einen wilden Tanz aus. Klar wurde die Band dann aber so ohne Zugabe nicht einfach entlassen. Es gab noch ganz in Mani Matter-Manier den „Värslischmied“, mit „100 Millionewatt“ nochmals richtig Partystimmung und erst mit „Nimm Nume“ ging das Konzert definitiv zu Ende.Eine absolut gelungene EP Taufe mit wieder allerbester Unterhaltung.

Alle die nicht dabei sein konnten oder sich nochmals zurück erinnern möchten, können das Konzert bei SRF3 nachhören. Wer aber doch lieber live dabei ist, checkt die aktuellen Tourdaten unter www.halunkeonline.ch

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