James Gruntz & Dabu Fantastic in Aarau

Eigentlich wollte ich an dem Donnerstagabend das #PlayLiveBern Konzert von Patrick Bishop in Bern besuchen. Aber dann kündete Radio Argovia ein Showcase mit James Gruntz und Dabu Fantastic im Einstein Aarau an. Und da war die Misere. Wohin denn nun?

Nach grossem Kopfzerbrechen hab ich mich doch für das Showcase in Aarau entschieden.  Die Showcases im Restaurant Einstein in Aarau sind ja immer richtig klasse. Ein mittelgrosses, schönes Restaurant Nähe Aarauer Bahnhof, in dem in der einen Ecke die kleine Bühne steht. Der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann dort auch Essen. Ich hab das Essen bisher immer nur gesehen, aber sah lecker aus. Das Lokal war an dem Abend nicht ganz so vollgestopft, wie ich das schon erlebt hatte. Die Atmosphäre war einfach sehr relaxt und entspannt.

Dabu Fantastic kannte ich vom Lipton City Festival 2012, wo ich sie in Bern und St. Gallen gesehen hatte. Die Swiss Music Award-Gewinner hatten am Freitag davor gerade ihr neues Album „Hallo Hund“ veröffentlicht. James Gruntz hingegen kannte ich bisher nur als Ukulele-Spieler bei Al Pride. Durch ihn hat sich so meine Schwäche für Ukulelen verstärkt. Und jetzt war ich ganz gespannt darauf ihn auch mal live singen zu hören. Ein paar Songs kannte ich von seiner EP „Closer“. Sein Album „Belvedere“ wurde gleich am nächsten Tag dann auch veröffentlicht.

Nach einem kurzen Interview mit Radio Argovia stellten James und seine Band als erstes ihr neues Album vor. Mit „Always Never“ begann das Set gleich mit einem lässigen, groovigen Titel. Erinnerte mich erst irgendwie an Seven, aber ganz schnell zeigte sich, wie eigen James‘ Musik ist, wie vielseitig seine Songs sind und was für eine wunderbare Stimme der Basler hat. Die blaue Ukulele am Bühnenrand war mir schon lange aufgefallen, welche er schliesslich für „Closer“ [Video hier] auspackte. Schade nur, musste James schliesslich das Publikum doch kurz zwischendurch ermahnen nicht so laut zu schwatzen. Mit „Trying to break my heart“ zauberte er einen direkt ein Lächeln ins Gesicht, brachte einen in Tanzlaune. Und mit „Song To The Sea“ gabs schöne Ferienstimmung. Bevor James mit seiner aktuellen Single „Heart keeps dancing“ [Video hier] mehr als unsere Herzen nochmals tanzen liess und das Showcase beendete, wurde es mit dem Albumtitelsong „Belvedere“ etwas melancholischer und ruhiger. Ein wahrer Genuss ihm und seiner Band zuzuhören.

James Gruntz @ Einstein Aarau
James Gruntz & Band

Nach kurzem Bühnenumbau gabs das selbe nochmals mit Dabu Fantastic. Dabu (David Bucher) und DJ Arts (Andreas Christen) stellten sich Radio Argovia ebenfalls einem kurzen Interview, bevor ihr Showcase losging. Die Songs ihres neuen Albums „Hallo Hund“ haben sich noch mehr Richtung Pop entwickelt. Neben dem Titellied „Hallo Hund“, in dem sie Begegnungen mit den Vierbeinern besingen, gabs alte und neue Titel – Balladen wie „Min Ort“ [Video hier] oder „Morn Wider“. Sie philosophieren und sinnieren über das Leben und den Alltag – meistens mit einem Augenzwinkern. Die Themen sind deshalb aber nicht weniger ernst und sie bringen einen immer wieder zum Nachdenken. Oder wenn sie darüber singen, wie furchtbar das Smartphone in der Hosentasche aussehe und einem bewusst wird, das gerade jenes in der eigenen Tasche sitzt…  da fühlt man sich doch glatt für einen Moment ertappt lol Und wenn DJ Arts das Waschbrett bei „Sunne“ spielt oder sich eine Frauenperücke aufsetzt, dann gibts so einiges zu lachen. Kleine Zwischengespräche mit dem Publikum werden ebenfalls nicht ausgeschlossen. An Kreativität und Unterhaltung fehlts also nicht. Dabu Fantastic Konzerte und langweilig? NIE! 🙂 Und wenn sie zum Abschluss „Vo Vorn“ [Video hier] spielen, dann möchte man einfach nur, dass sie ihr Set gleich nochmals wiederholen.

Dabu Fantastic @ Einstein Aarau
Dabu Fantastic

Dabu Fantastic @ Einstein Aarau

 

 

 

 

 

 

 

Eine super Kombination mit den beiden Bands. Für die Plattentaufe von Dabu Fantastic am 28. November hab ich auch bereits mein Ticket. James Gruntz ist die kommenden Monate auch fleissig auf Tour. Da passen sicher dann auch noch ein, zwei Shows in meine Agenda rein 🙂

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