Klein aber fein

Ich hatte dieses Wochenende tatsächlich einen Augenblick, in dem ich dachte: „Sarah, vielleicht gehst du an zu viele Konzerte?!“ Wieso? Weil ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt und nervös ein Konzert zu sehen. Ist ja nicht, dass ich mich nicht freue auf die Konzerte. Immer freue ich mich. Aber dieses Wochenende hab ich zwei Acts gesehen, die ich davor noch nie bzw. ewig lang und nur selten gesehen hatte. Und das war definitiv sehr aufregend und spannend.

Undiscovered Soul zu sehen ist tatsächlich eine Gewohnheit. Eine sehr schöne Gewohnheit allerdings. Geht einfach gar nicht mehr ohne sie. Und da musst ich natürlich auch nach Langnau fahren. War ein tolles Konzert. Fand die Stimmung super, es hatte viele bekannte Gesichter im Publikum – viele strahlende Gesichter. Die Jungs haben diesen kleinen Keller (anders kann man dieses Lokal namens „Wöschmaschine“ (Waschmaschine) halt nicht nennen) gerockt. Doch ich muss sagen, dass ich über die Jahre immer mehr die kleinen Konzerte zu schätzen gelernt habe und mittlerweile vielleicht, wenn ich ganz ehrlich bin, wirklich lieber mag. Leider musste ich sofort nach der Show los, damit ich überhaupt noch den letzten Zug erwischte. Aber hatte sich wieder gelohnt.

Am Samstagnachmittag ging ich dann nach Bern. Marco Balzli, Ex-The Voice of Switzerland-Kandidat spielte dort im Musikhaus Krompholz ein unplugged Konzert. Da hatte ich endlich die Gelegenheit, ihn live zu sehen. Ist immer sehr spannend, wenn man jemanden zum 1. Mal live sieht. Vor allem jemanden, den man lange schon gerne live hören wollte. Und umso schöner ists dann, wenn man zu sich selbst sagen kann „Doch, gefällt mir sehr gut. Da geh ich in Zukunft wieder hin“. Sehr schöne Stimme, schöne Lieder und trotz, dass sein Gitarrist nicht kommen konnte und sie improvisieren mussten, wars toll.

Am Abend ging es dann weiter nach Düdingen zu Baba Shrimps. Genau auf die hatte ich mich am meisten gefreut. Von erster Stunde an, war ich grosser Fan ihrer aktuellen EP „Europe“. Ich hatte tatsächlich aber ihre Auftritte damals als Support von 77 Bombay Street eher wage in Erinnerung. Und es war mein erstes Konzert rein von ihnen. Ich hab mich unglaublich gefreut und war gespannt. Und ich wurde absolut nicht enttäuscht! Ich wurde sogar ziemlich überfahren, im positiven Sinne. Der Auftritt hat mir richtig gut gefallen. Ich war vollkommen überwältigt. Und zwar wirklich rein von den Liedern her, von der Musik her. Geniale Beats, Melodien und Effekte in den Liedern. Tolle Texte. Tolle Stimmen, Backgroundgesang. Alles an mir hat das so richtig aufgesogen. Natürlich wirkt die Band auch sehr sympathisch. Da war das Konzert einfach dann auch viel zu kurz. Hätte noch stunden zuhören können. Es waren nicht soo viele Leute da. Die Jungs hätten definitiv ein grösseres Publikum verdient. Aber wär ich da ganz alleine gestanden, wär das Konzert trotzdem perfekt gewesen. Da braucht man keine riesen Show, kein riesen Publikum. Einfach die Band, die sich dahin stellt und die Lieder performt. Und zu wissen, dass das alles bald auf einem Album erscheint, macht das Ganze noch viel aufregender.

Alle drei Konzerte waren klein aber fein. Das Wochenende total genial. Genau das verwirft dann auch den Gedanken wieder, ob ich denn zu viele Konzerte besuche. Die Musik, die Auftritte, die Leute, die Erlebnisse. Das gibt mir unglaublich viel. Und genau deshalb würd ich da dann doch nichts dran ändern wollen und meine Konzerte, so viele wie halt gehen, beibehalten. Ich freu mich jetzt schon auf die nächsten Shows.

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