Kulturtage Uetendorf mit Even You und Undiscovered Soul

In Uetendorf läuft ja sonst nie was. Aber ausnahmsweise an dem Wochenende vom 22./23. August schon. Man hätte eigentlich denken können, wenn schon mal was in Uetendorf läuft, dann würde sich die Gemeinde, die Einwohner und besonders die Uetendorfer Jugend, auch dafür interessieren. Aber wohl trotz des Gratiseintrittes nicht so richtig. Dabei war das Konzertprogramm exzellent und der Film danach liess sich auch sehen.

Kulturtage UetendorfAuf dem Platz zwischen Migros und Coop stand die Bühne, Festbänke und Foodstände. Während einige noch ihre Wochenendeinkäufe machten, warteten wir schon ungeduldig auf Konzerstart. Die Kiddies sassen mit ihren Getränken und Snacks direkt vor der Bühne auf dem Boden. Die Atmosphäre war entspannt.  Es war meine Chance Even You, eine Thuner Rock/Bluesband, mal live zu sehen. Die sechsköpfige Band wurde erst 2013 gegründet. Dass sie noch nicht so viel Bühnenerfahrung haben und es eines ihrer ersten Konzerte ist, merkte man zwar gut, sie klingen allerdings sehr vielseitig mit Einflüssen von Reggea und Funk, sowie der beeindruckenden Stimme von Frontmann Noel. Auch im Duett mit Sängerin Estelle klang das richtig gut. Mit seinen Mundharmonika-Soli und der ganzen Gestik lebte vor allem Noel die Bühne so richtig aus. Die meisten gespielten Songs sind ausserdem selbstgeschrieben. Die Setlist enthielt Songs wie „God is lonely“ [Video hier] oder „Mevikstown“ [Video hier], aber auch covers wie „A Hard Day’s Night“. Da bin ich jetzt ganz doll gespannt auf sämtliche kommende Konzerte und wie sich die Band entwickeln wird 🙂

Even You @ Uetendorf

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Danach freuten wir uns auf Undiscovered Soul, die an dem Abend besonders viel Energie zu haben schienen. Es war mein 30. Konzert von ihnen. Klar war die Stimmung da nicht die selbe, wie als die Thuner Rockband etwa auf dem Mühli aufgetreten war. Aber die erste Reihe musste sich da in Acht nehmen und auch mal einen Schritt zurücktreten, wenn Gitarrist Michi übermütig von der Bühne runter sprang. Elektrifizierende Gitarren und Keyboard-Soli gehörten genau so dazu wie die Gänsehaut, wenn Jay mit seinem Gesang wieder richtig aufdrehte. Und cool, wie das Publikum auch da bei „Tandem“ oder „Run Baby Run“ jubelte und mitsang. Nur wisst ihr was gar nicht geht? Wenn sich irgendwelche Girlies vor dich stellen, ein irre Hin und Her herrscht, und denken, sie müssten da jetzt direkt vor der Bühne die ganze Zeit quatschen. Bevor ich dann kurz vorm Explodieren stand, habe ich meinen Platz gewechselt. xP

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Im Anschluss wurde die Bühne geräumt und eine Leinwand aufgestellt. Der irische Film „Once“ mit Glen Hasard und Markéta Irglová in den Hauptrollen wurde gezeigt. Doch bevor ich da am Festbank einschlief, weil die vordere Nacht durchs Orpundart doch sehr kurz gewesen war, gings ab nach Hause. 😉

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