Kunz am Pride-Festival Zürich

Also, von der ‚Gay Pride‘, der Schwulen und Lesben-Parade/Demo, habt ihr alle bestimmt schon gehört, nicht? Dass das Ganze aber mit diversen Veranstaltungen, Parties und Festivals ne ganze Woche dauert, wusste ich ja auch nicht. Das hatte ich nun erst vorletzte Woche rausgefunden, als ich am Freitag (13.06.2014) ans Konzert von Kunz auf dem Kasernenareal in Zürich fuhr. Einmal um den Hauptbahnhof rum und auch ich fand dann das Festivalgelände 😉

Das Konzert hatte bereits begonnen, aber wie mir dann gesagt wurde, lief erst so das erste, zweite Lied. Da es davor wohl schon recht stark geregnet hatte, verzögerte sich der Konzertbeginn. Gut für mich :). Die Leute krochen dann auch erst nach und nach wieder aus den Festzelten heraus, aus dem Trockenen. Das Gelände war schliesslich gut gefüllt und ich entdeckte einige bekannte Gesichter. Waren einige extra wegen dem Kunz-Konzert angereist. Das Konzert war leider eher kurz. Manche machten mal mehr, mal weniger mit, wenn Marco die Leute z.B. bei „Schwedinne“ zum Tanzen oder mitsingen bewegen wollte. Ich kann leider mit der neuen Version von „Schwedinne“ auch nicht mehr wirklich was anfangen. Aber abgesehen davon, gefiel mir das wohl sogar besser als das letzte, das ich gesehen hatte. So einige Lieder und Texte passen einfach total super an so Openairs und Festivals – „Settig Momänte“, „Lüüt so wie mir“, „Eifach so“ oder „Wo dr Wind wäiht“. Ich mochte die Stimmung da an der Pride. Mochte das Openair-Feeling. Es hatte recht viele Leute, aber war zu dem Zeitpunkt auch nicht total überfüllt. Wenn mal wieder einige Regentropfen fielen, trotzten viele dem Wolkenbruch und tanzten einfach im Regen. Just beim letzten Lied fing es immer stärker an zu regnen, und dann „LAND UNTER“. Alle retteten sich in die Zelte, bevor es dann wie aus Kübeln schütte. Auf dem Rasen entschand schon fast ein See. Die Veranstalter verkündeten irgendwann, dass man keine Angst haben müsse und es in den Zelten dank Blitzableiter sicher sei. Ähm, danke für die Info. Ich hatte mir bis dahin tatsächlich nicht mal Gedanken gemacht, dass etwas mehr passieren könnte, als dass ich nass werden würde.

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Ich blieb dann noch einen Moment am Festival. Da stiefelte eine Fake Conchita Wurst übers Gelände. Viele Leute fielen wohl darauf rein. Es gab auf der anderen Seite des Konzertgeländes einen Food-Bereich mit diversen Essens- und Getränkeständen – Burger, Pommes, Crepes, Eis… Die Band „Low Battery“ spielte schliesslich noch. Eine Frauenband, die viele bekannte Hits coverte sowie eigene Lieder spielten. Waren ganz gut. Danach wäre wohl noch Conchita Wurst – die Echte – da aufgetreten, hätte ne Rede gehalten, ihr wurde wohl einen Award verliehen. Aber ich fuhr heim, mir reichte es. Ich finds ja gut, wofür Conchita Wurst steht und wie durch ihre Person gezeigt wird, dass in unserer Gesellschaft viel zu wenig Toleranz und Akzeptanz herrscht – alles, was halt selbstverständlich sein sollte. Aber singen hören muss ich sie nicht 😉

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Wart ihr auch an der Pride, oder wart ihr etwa in Interlaken am Greenfield? Da wurdet ihr ja auch nicht weniger nass, hab ich gelesen.

 

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