77 Bombay Street in Kloten

Ich hatte wohl so zwei Sekunden Zeit für meine Entscheidung: Sag ich dem Herrn Moderator auf der Bühne nun, dass es mein 38. 77 Bombay Street-Konzert war, krieg die volle Aufmerksamkeit und nehme evtl. das T-shirt mit nach Hause, oder lass ich mir was anderes einfallen? Mir fiel nichts anderes ein. Egal! Und nachdem er der ganzen Halle meine Anzahl Konzerte mitgeteilt hatte, und das anscheinend auch keiner übertreffen konnte, hielt ich auch schon das Toasted Challange T-Shirt in den Händen. Grösse XL. Haha, das wird wohl mein neues Nachthemd.

Ja, letztes Wochenende war mein 38. 77 Bombay Street-Konzert. Das erste hatte ich ziemlich genau vor 3 Jahren gesehen. Und nun, endlich nach 6 langen Monaten ohne „Up in the sky“ oder „Low on air“, ohne die 4 Bündner Brüder, standen wir in einer 7,5 Tausender-Arena, um endlich wieder ein Konzert von den Bombays zu erleben. Natürlich in der 1. Reihe. Natürlich mit ganz vielen bekannten Gesichtern in der Menge. Okay, stimmt nicht ganz, ich übertreib ein wenig. Ich hatte 77 Bombay Street Ende April noch als Support Act von The Baseballs gesehen, aber das war nur ein kurzes unplugged Set. Man kann ja nie genug kriegen ;-). Und nein, die Arena war nicht voll. Trotzdem aber gut besucht.

Ich schlenderte quer übers Toasted Challange Areal. Übers ganze Freibadgelände fand dieser Team-Wettkampf, angelehnt an Takeshi’s Castle, dass ihr früher vielleicht auch im TV geschaut habt, statt. Wettkämpfer in Toast-Kostümen oder engen, pinken Power Ranger-Anzügen begegneten mir da – aber sonst konnte mich dieser Event nicht wirklich fesseln. Die TV-Show hatte ich definitiv witziger in Erinnerung und wo waren denn die Leute, die ihre Teams anfeuern sollten? Es lief Hip Hop auf dem Gelände und die Stimmung war irgendwie ziemlich lahm. Ich machte mich lieber auf die Suche nach meiner Kollegin. Da sassen sie zu zweit dann vor dem Stadion-Eingang – Kolping Arena Kloten. Man musste das Ticket gegen ein Bändchen eintauschen. Natürlich war der Stand dazu am Anfang des Geländes. Dort, wo ich gerade herkam. Also nochmals den ganzen Weg zurück. Weil, wenn du da erst mal anstehst und der Einlass ist, willst du deinen Platz nicht verlassen müssen, nur, weil du das Bändchen noch nicht hast. Dass 2-3 Stunden vor Türöffnung sonst da noch keiner war, könnt ihr euch ja denken? 😉 Zwei aus Berlin, die Tickets gewonnen hatten und extra hergeflogen waren, wunderten sich darüber. In Berlin sei das immer ganz anders und schon Stunden vorher riesen Anstehschlangen. Ich schätzte, dass so 1 Stunde vor Einlass die ersten erscheinen würden und 30min davor die Massen dann kamen. Ja, und ich hatte recht. Da wir die Tickets gegen Bändchen eingetauscht hatten und keine wirkliche Taschenkontrolle stattfand, erreichten wir mit ein paar Orientierungsproblemen unseren Platz in der 1. Reihe doch ziemlich einfach.

Das Konzert begann kurz nach 21 Uhr nachdem die T-shirts verteilt und die Band angekündigt worden war. Toll war, dass sich die meisten Eltern mit den Kindern hingesetzt hatten. Man musste nicht immer darauf achten, dass man etwa Kiddies unter den Füssen hatte. Klingt vielleicht etwas böse, aber wenn keine Kinder zwischendrin sind (oder zumindest nur wenige), dann ist die Stimmung einfach auch besser… „It’s Now“, „Wake Me Up“, „47 Millionairs“… Ich glaub, eigentlich kennen wir die Selist eh auswendig. Den gewohnten Mix aus neuen und alten Songs. Bei „Barbara May“ find ich’s ja nach wie vor schade, dass sie den Song nur noch instrumental, inkl. Mundharmonika natürlich, spielen. Aber Matt singt dann immer mit dem Publikum und albert gerne rum. Das entschädigt dann etwas 😉 Ich liebs ja, wenn Esra von den Drums weg nach vorne kommt und „Clown“ singt. Mit „Roll Over Beethoven“ machte sich der Einfluss von den Baseballs dann noch erkennbar und es gab eine Runde ‚Rock’n’Roll‘. Passt eigentlich sehr gut zu ihnen. Früher, zu „Dead Bird“-Zeiten (das Album kriegt man leider nicht mehr, nicht mal mehr auf itunes) wars ja eh noch etwas rockiger. Und nachdem Simri bereits zu beginn erwähnt hatte, dass Mama Buchli an dem Tag ihren Geburstag feierte, durfte natürlich das Geburtstagsständchen nicht fehlen. Witzig und süss wie die ganze Arena „… zum Geburstag, liebs Mami,…“ sang und Mama Buchli kurzerhand zur Mama aller wurde ^^. CD und Bombay-T-Shirts verteilten sie schliesslich auch noch. Abgekriegt hab ich davon leider noch nie was 😉 Aber ich hatte ja mein Toasted Challange T-Shirt. Man kann nicht alles haben 😉

Es waren mal wieder 1,5 Stunden totaler Spass. Ich hoff natürlich, dass es nicht wieder 6 Monate bis zum nächsten Konzert dauert. Aber Ende Jahr gibts ja dann zum Glück die „das Zelt“-Tour. Ich werd da hoffentlich den einen oder anderen von euch wieder sehen? Und wer weiss, vielleicht haben sie uns bis dahin ja sogar den einen oder anderen neuen Song als kleine Kostprobe wie die Arbeit am nächsten Album so läuft und was uns da so erwarten könnte?! Man darf ja hoffen 😉

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