Most Of The Time am Albanifest

Geplant war Most Of The Time (benannt nach dem Bob Dylan Titel) am Albanifest gucken zu gehen. Aaron, Gitarrist bei Luca Little (neues Album im Herbst) und Lina Button sowie auch immer mal wieder bei Baba Shrimps, hatte mir von seiner eigenen Band und den Albumaufnahmen erzählt und vorgeschwärmt. Ja, ich war definitiv neugierg. Ihre EP „07.11“ hatte ich dann bald mal auf itunes entdeckt, und mir schliesslich auch das im letzten Mai veröffentlichte Album „Related Rooms“ auf Spotify angehört. Nach der Arbeit nach Winterthur zu fahren reichte allerdings nicht – dachte ich zumindest. Mein Plan war dann das Doppelkonzert von Undiscovered Soul und Red Shoes in Frutigen schauen zu gehen, welches wegen schlechter Wettervorhersage allerdings verschoben wurde. Naja,  zum Glück! Dadurch bemerkte ich dann meinen Überlegungsfehler. Mir liess es nämlich einfach keine Ruhe. Ich wollte so gerne an dieses Konzert. Und ich wollte das Album – auf CD! Es reichte sehr wohl nach Winterthur zu fahren und um 20 Uhr fürs Konzert vor Ort zu sein. Es war ja schliesslich Freitag und ich arbeitete bis 17 Uhr, und nicht wie die restliche Woche bis 17.30 Uhr. Somit klappte das:

Ab ans Albanifest also!

Gemäss Wikipedia ist das Albanifest das grösste (Alt-)Stadtfest in Europa mit um die 100’000 Besuchern und findet seit 1971 jährlich am letzten Wochenende im Juni statt. Das Fest bietet neben Chilbibahnen und Feststände diverse Events und Konzerte. Most Of The Time war allerdings auch die einzige Band, von der ich schon gehört hatte. Der Eintritt ist gratis, es wird zur Unterstüzung des Festes aber ein Button verkauft. Mir fällt auch erst beim Schreiben jetzt auf, dass ich da keinen gekriegt hab. Wo bekommt man die? Ich sammle so Sachen sonst total gerne.

Ich war zum ersten Mal an diesem Fest. Der Stand der ‚Seen Tigers‘, an dem das Konzert auf dem Manorplatz stattfand, war ein grosses Zirkuszelt und kaum zu übersehen – wenn man denn in die richtige Richtung ging 😉 Das Zelt war nicht ganz so voll und ich schlich mich dann zu den Bänken, setzte mich bei Konzertbeginn auf eine davon vor der Bühne – hinter drei Frauen. Die gingen dann aber wieder. Somit sass ich halt erstmal allein da vorn. Die Band war zu dritt. Da hatte ich wohl ja mal Pech, dass gleich bei meinem ersten Most Of The Time-Konzert ein Teil der vierköpfigen Band fehlte. Aber bereits nach dem 1. Lied war ich mir sicher, die 2,5 Stunden-Fahrt nach Winterthur auf mich zu nehmen war auf jeden Fall eine gute Idee. Ihre Lieder, Richtung Rock/Blues/Pop, sind eher ruhig . Das Konzert schlicht und einfach, die Musik – ihr Sound, die Rhythmen – sowie die durch Aarons geschriebene Texte eben das Wichtigste. So wie ich das erwartet hatte ;). Es war schön einfach dort zu sitzen und der Band zuzuhören. Neben den eigenen Songs, wurden auch wenige Covers gespielt. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt hinzufahren. Most Of The Time haben mir live noch besser gefallen als auf ihrem Album bzw. EP (besser so als umgekehrt, nicht wahr!?!) Ja, „Related Rooms“ (ihr könnt auf der Bandseite reinhören) ist natürlich nun auch Teil meiner CD-Sammlung. Meine noch vorhandenen, kleinen Bedenken waren somit dann bald verflogen.

Der Rest des Abends verbrachte ich dann mit Bekannten. Ich frage mich ja, was in Thun eigentlich genau falsch läuft, wenn in Winterthur seit 43 Jahren jährlich so ein riesen Fest zustande kommen kann? Gut, grössere Stadt und so. Aber trotzdem.

Auf jeden Fall bin ich glücklich und zufrieden mit einem Lächeln im Gesicht, und neuer Musik in der Tasche, nach Hause gefahren. Das nächste Konzerte spielen sie am 26. Juli in der Photobastei Zürich. Und nachdem ich schon Pegasus in dem Lokal gesehen hatte und das dort einfach super schön ist – klein, gemütlich, Wohnzimmeratmosphäre – ist das schon mal vornotiert in meiner Agenda. Ich mag es im kleinen Rahmen ja mittlerweilen eigentlich lieber als etwa im Hallenstadion… 🙂 Oder ihr etwa nicht auch?

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