Musig i de Altstadt & Rock The Bridge

Baba Shrimps

Es war einmal ein Baba Shrimps-Poster. Schön mit Widmung von der ganzen Band unterschrieben machte es sich mit einem kleinen Umweg von Aarau über Burgdorf auf den Weg nach Hause zur neuen Besitzerin. Dass es dann aber noch einen viel grösseren Umweg machte, nach dem es schon als ‚tot‘ betrachtet wurde, konnte es da noch nicht ahnen. Das war mal wieder so ein typischer „Sarah“-Tag. ^^

Markthalle Aarau. Ich war überzeugt, ich würd das schnell finden. Tat ich nicht. Ich machte voll den Umweg – trotz Navi. Aber ich habs schliesslich gefunden. Mitten in der Altstadt. Unter Markthalle hatte ich mir irgendwie auch was anderes vorgestellt als dieser übergrosse „Autounterstand“. haha. 🙂 Aber das herrliche Wetter und die Aussicht aufs Baba Shrimps-Konzert brachten riesen Vorfreude und Ausgeglichenheit mit sich. Ein wunderbarer 30. August – der mit etwas Verwirrung und zugleich Überwältigung endete.

Vor der kleinen Halle standen Festtische, es gab Essen und die Stimmung war relaxt. Eintritt für das 2-tägige „Musig i de Altstadt“-Festival war kostenlos. Viele Eltern und Grosseltern mit den Kindern waren da. Publikum in jedem Alter. Da ermahnte auch schon mal ne Mutter sein Sohnemann, dass er lieber nicht zu nahe an die Baba Shrimps-Leuchtschrift sitzen solle. Ja, wenn das Ding umfällt – ob das dann überlebt? Um 18.15 Uhr ging es los mit dem Baba Shrimps Konzert. Die Setlist war ungefähr die selbe wie 2 Tage zuvor am Zürich Openair, wenn ich das jetzt richtig im Kopf hab. Sie begann gewohnt mit „Trouble“, unter anderem folgten „All The City Lights“, „Pride & Tears“, „Little House“…  eben die üblichen Songs von ihrem Album „Neon“ 😉 Die Kids turnten auf den Boxen rum oder standen mit grossen Augen, offensichtlich ganz fasziniert und verzaubert, vor der Bühne. Manche wurden dann doch verlegen, wenn Adi sie schon nur etwas länger ansah. Vielleicht war das, was Adi ein wenig ablenkte und es bei 1-2 Songs etwas holprig wurde 😉 Ich komm dann auch immer aus dem Konzept – wie können sich all die Musiker die ganzen Texte überhaupt merken, frag ich mich immer? Die Bühne war natürlich einiges kleiner als die 2 Tage zuvor am Zürich Openair. Ich mochte das Konzert da in Aarau trotzdem so viel lieber. Für die Zugabe gäbe es noch das OneRepublic Cover „Feel Again“, wurde mir dann hurtig gesagt, bevor die fünf nochmals auf die Bühne zurückkehrten. Cool! Aber sie übersprangen den dann doch und spielten nur noch „Movie Star“. Och menno, aber ja, es war einfach ein schönes Konzert 🙂 Und als wär das noch nicht genug, gabs von ner Kollegin dann noch Kuchen aus dem Backkurs. Lecker!

Ich holte mir dann eben auch endlich mein Baba Shrimps Poster. Eigentlich gabs das schon ewig. Aber entweder regnete es wie verrückt, die Transportbedingungen waren aus diversen Gründen nicht ideal oder sie hatten die Poster nicht mit dabei. Schön unterschrieben mit Widmung trug ich es mit mir dann weiter nach Burgdorf ans „Rock The Bridge“ Konzert an der Kornhausmesse. Ebenfalls ein kostenloses Fest. Später wäre in Aarau noch Marc Sway aufgetreten, aber Jan Oliver und Rival Kings spielten an dem Abend halt auch. Man muss Prioritäten setzen 😛 Ich hätte ja Ahnen können, dass das Poster somit an dem Abend nicht bis mit nach Hause kommt…

Wir schlängelten uns durch die Altstadtgassen von Burgdorf an all den Leuten und Ständen vorbei bis zur Staldenbrücke, unter welcher die Bühne stand. Jan Oliver hatte sein Konzert bereits begonnen – mit nigelnagelneuer Band. Noch in Aarau hatte mir Movo (Moritz, Baba Shrimps Drummer), von der neuen Jan Oliver-Band erzählt und dass er da nicht mehr spiele. Ach ja, der Bassist, Andi Schnell, war ja kein Unbekannter. Wir hatten ihn schon bei Henrik Belden oder Caroline Chevin spielen sehen. Und der eine oder andere der restlichen Band kam mir auch bekannt vor. Ach, unsere kleine Schweiz halt. 😉 Jan, wie wir das kennen, sass am Keyboard, sang seine wunderschönen Balladen und Uptempo-Nummern aus seinem Debutalbum „The Great Escape“. Der gleichnamige Titel „The Great Escape“, „Going down“ oder „High“ um nur einige zu nennen. Und er scherzte, dass er eigentlich „Stay Young“ gar nicht sehr gerne mochte. Den Song, den alle aus dem Radio kennen. Mein Favourite ist auch ein anderer. 😉 Viele reduzieren ja den Luzerner einfach auf seinen Mister Schweiz-Titel. Klar, sieht er gut aus, aber er macht so schöne Musik und spielt schliesslich auch seit seiner Kindheit Klavier. Und entweder gefällt es einen oder nicht. Mister Schweiz-Titel hin oder her. Ich freute mich auf jeden Fall, ihn an dem Abend mal wieder live zu sehen. War bereits länger her.

Aber plötzlich traf es mich wie ein Schlag. Ich vermisste was: MEIN BABA SHRIMPS-POSTER! Es war im Zug liegen geblieben. Grossartig! Nicht. Byebye auf nimmer wieder sehen. Da stand ich dann da, während meine Kolleginnen sich auf den Heimweg machten, wartete aufs nächste Konzert. Betrübt. Mal wieder genervt ab mir selber. Migre Le Tigre spielte auf der kleine Akkustik-Bühne, aber da hörte ich nur so von weitem, mit halben Ohr zu.

Rival Kings starteten schliesslich ihr Konzert. Und das war genial! Auch das Konzert der Luzerner Rockband war da in Burgdorf so viel besser als etwa das am Zürich Openair. Die Leute tanzten, hatten Spass und die Band war voller Energie und schien genau so viel Spass zu haben. Der Sound wurde wohl da unter der Brücke auch noch etwas verstärkt. Und die eine Kollegin, die geblieben war, meinte zu mir „das ist wenigstens Mal ein Schlagzeuger, der so richtig reinhaut“. Jap, das hatte ich auch schon öfters gedacht ^^ Es ist ja nicht, dass das immer allein an der Band liegt, ob ein Konzert gut ist. Location, Sound, Leute – wenn da alles stimmt, wirds so richtig gut. Und an dem Abend in Burgdorf war es das absolut 🙂 Der Bandkoffer mit ihrem Debutalbum „Citizens“ und den LPs stand leuchtend am Bühnenrand. Einige der neuen Songs waren natürlich wieder auf der Setliste. Super! 🙂

Rival Kings @ Burgdorf
Rival Kings in Burgdorf

Und da kriegte ich eine Nachricht von meinen Kolleginnen, die auf dem Heimweg waren – sie hatten mein Baba Shrimps-Poster gefunden! Sie hatten tatsächlich den selben Zug erwischt und der Zugbegleiter hatte es gerettet. Ich mein, wie gross war die Wahrscheinlichkeit dazu eigentlich? Wow! Ich hab mich definitiv kaum mehr eingekriegt ^^ Jaja, ich weiss, es ist ja eigentlich nur ein Poster… aber es hat seinen Weg nun doch noch zu mir nach Hause gefunden. Wohlverstanden, dass ich alles andere an dem Abend jeweils sorgfältig in meine Tasche gepackt hab und genau aufgepasst hab, wo ich was habe und was ich genau tu. Hätte ja nur noch gefehlt, dass ich einen falschen Zug erwischen würde 😉

Das war ja mal wieder ein Tag. Ich ging an dem Abend mit unglaublich vielen Eindrücken und etwas überwältig nach Hause.

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