Myron in Zürich

Datum: 06.02.2014
Event: Butterfly-Tour
Ort: Escherwyss-Club Zürich
Zeit: 20.00 Uhr
Türöffnung:
Support Act: Neverage


MYRON sind zurück! Nach zweijähriger Pause mit ihrem neuen Album „Butterfly“ wieder auf Tour durch die ganze Schweiz. Und nachdem ich den Schock eines fast leeren Lokals überwunden hatte, fragte ich mich, wo sich die ganzen Leute versteckt hatten. Wär für mich auch total unverständlich gewesen, wenn Myron vor leerem Saal gespielt hätten.

Dank Seat Music konnte ich zu Myron, hatte dort Tickets gewonnen. Ab nach Zürich also. Auf der Seite vom Escherwyss-Club stand, das Konzert beginne um 19 Uhr. Hmm, so früh? Dann würd ich wohl den Support Act verpassen – auf der anderen Seite wär ich trotzdem rechtzeitig für Myron da und wenn das Ganze um 22 Uhr schon fertig sein sollte, wär das auch perfekt um Züge und Bus noch zu kriegen. So, Zürich also.

Ich bin so oft in Zürich. War schon in so vielen Lokalen und renn trotzdem eher orientierungslos durch die Stadt (es lebe das Iphone mit seiner SBB App und dem Navi). Ich fand den Club, fühlte mich da aber leicht gestresst. Ich nahm an, dass ich spät dran wäre und fünf bis zehn Minuten vor der Show es möglicherweise nicht mehr so einfach nach vorn zu schaffen sein werde. Aber ach ja, wir sind ja in der Schweiz. Ich war schon ein wenig schockiert, dass bis auf ein paar Einzelne, keiner vor der Bühne stand und der Club ziemlich leer schien. Sehr pünktlich um 20 Uhr stellten sich dann drei junge Männer auf die Bühne. Die Vorband war also doch noch nicht durch. Neverage, eine Pop/Rock-Band aus Basel spielten an dem Abend unplugged, und statt zu fünft nur zu dritt. Die seien Hammer, wurde mir vor der Show erzählt und ja, der Sänger hat eine unglaublich gute Stimme, sie klangen defintiv super. Sie spielten ungefähr drei Lieder, bevor die Bühne dann bereits für Myron umgebaut wurde.

Um zimelich genau 20.30 Uhr startete das Intro und die ersten Klänge von „Every Little“ ertönten. ‚Och nein‘, war so ungefähr mein erster Gedanke und war für einen Moment fast etwas enttäuscht. Ich finds nicht so toll, wenn Lieblingslieder gleich so früh gespielt werden. Aber das wurde schnell zur Nebensächlichkeit. Es war definitiv super Manu wieder zu richtiger Musik singen zu hören und nicht zu dem Boom-Boom und Rumgehopse bei Remady. „Back To You“, „I am Ready“, „One Step Closer“ und „I don’t care“ waren unter anderem einige Lieder auf der Setlist. Eingängig und doch mitreissen, rockig und dann wieder ruhig, toll zum Mitsingen und während der 1,5 Stunden abschalten, davonschweben. Die Pop/Rock-Band aus Basel gefällt mir definitiv nach wievor so gut, wie als ich sie das letzte Mal live gesehen hatte.

Frontmann Manu scherzte und unterhielt sich durchs ganze Konzert immer wieder mit dem Publikum. Er forderte auf Arme zu schwenken, mitzuklatschen, Feuerzeuge hochzuhalten und sprang auch mal von der Bühne, um einzelne im Publikum direkt anzusprechen – „Hast du einen Parkplatz gefunden? – ich auch nicht“- oder sich zu ihnen zu setzen und mit ihnen zu singen. Für Unterhaltung weiss er zu sorgen und er albert offenbar zu gerne mit der Frontreihe rum. Sein Mikro hatte ich auch sehr unerwartet plötzlich vorm Gesicht, mitsingen lag in diesem Moment nicht mehr drin. Als sie ungefähr in der Mitte des Konzertes „Butterfly“ anstimmten und ich realisierte, dass ich ohne Abischt und Hintergedanke an dem Morgen mein Top mit den Schmetterlingen darauf angezogen hatte, fühlte sich das tatsächlich ein wenig magisch an. Mit einzelnen Soli an den jeweiligen Instrumenten stellten sich über die Show verteilt auch die Mitmusiker vor. Das Publikum liess es sich dann nicht nehmen, die Band zum Abschluss nochmals mit stürmischem Applaus zurück zu klatschen und somit endeten sie das Konzert mit „If it ends“ und „Say you want me“.

Ein wunderschöner Abend. Theoretisch hätte das Konzert noch viel länger dauern dürfen. Mit bereits vier Alben im Gepäck, wär das ja auch möglich gewesen. Praktisch hab ich dafür aber nichts verpasst, konnte das ganze Konzert in voller Länge geniessen und erreichte meinen Zug rechtzeitig und ohne Stress. Ich bin schon ganz zappelig, Myron bald wieder zu sehen.

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