Norah Jones im Kaufleuten Zürich

Ja, das passiert, wenn man an Konzerte geht, von denen man keine Ahnung hat wie sie wohl klingen werden. Ich hatte Tickets für Norah Jones‘ 20min-Showcase gewonnen und auch wenn es immer sehr aufregend ist, sich neue Musiker anzuhören. Ich mochte dieses Konzert am Ende nicht sonderlich.

Plötzlich VIP?

In Zürich angekommen, dachte ich auch nur „F***!“, denn ein mega Gewitter war gerade im Gange. Es hagelte wie verrückt. Dabei liess offensichtlich auch noch das Bahnhofsdach durch? Wer hat das denn bitte konstruiert? Ich traf mich mit einer Freundin und ihrer Mutter, die mich zum Showcase begleiteten. Zum Glück verschwand das Gewitter so schnell, wie es gekommen war und wir erreichten das Konzertlokal mehr oder weniger trocken.

Tolle Erinnerungen kommen beim Kaufleuten zurück. Das letzte Mal, als ich hier war, hatte ich eines der emotionalsten Konzerte erlebt – von Ed Sheeran. Aber dieses Mal ging es nicht um Ed, sondern die New Yorker Songwriterin Norah Jones.

Meine Begleiterinnen gingen vorab, liessen den Ticketcode checken.  Ich legte mein Handy darauf ebenfalls hin, als die Frau hinter dem Tresen überraschend zu mir meinte: „Oh, VIP?“. Ich sah sie etwas geschockt an. Was hatte ich verpasst? Aber nein, es war doch nur ein normaler Code und sie hatte falsch geguckt. Normalerweise würden die Leute nicht so geschockt reagieren, wunderte sie sich. Aber ja sicher, wenn man denkt man habe eigentlich einen normalen Code und plötzlich zum VIP geupgraded wird? Haha.

Die Mama meiner Begleiterin setzte sich an die Bar. Wir beiden suchten uns hingegen einen Platz etwas weiter vorn, als um 20:15 Uhr Joiz-Moderator Mike für die Ankündigung von Norah Jones die Bühne betrat. Sie zeigten einen Live-Stream und er redete viel zu lange, bis Norah endlich in ihrem grasgrünen Spitzenkleid und einem schwarzen kurzärmeligen Bolero die Bühne betrat. Sie wirkte unglaublich zierlich.

Zierliche Frau mit grosser Stimme

Norah Jones begann ihr erstes Lied am Keyboard. Was für eine Stimme! Es war auch sehr beeindruckend, wieviele Instrumente sie auf der Bühne hatte und ständig wechselte. Aber ehrlich, nach den ersten paar Songs, verflog die Begeisterung bereits und ich fing mich doch etwas an zu langweilen. Die meisten Zuschauer standen auch wie versteinert da. Ich mein, okay es waren fast nur Balladen und gerade mal 2-3 Lieder mehr uptempo. Aber die meisten schienen überhaupt nicht mit der Musik mitzugehen.

Die Aufmerksamkeit war schnell weg

Nicht lange nach Showcasestart schickte die Mutter meiner Begleitung ihr eine SMS: „77 Bombay Street sind gerade angekommen“. Da war das Interesse an Norah Jones gleich noch viel kleiner und die Aufmerksamkeit für die Show weg. Naja, es war heiss im Raum und das Showcase war nicht sonderlich spannend, da vieles einfach auch sehr gleich klang. Norah versuchte mit Witze die Stimmung zu lockern, was aber nicht so richtig funktionierte. Allerdings kommunizierte sie sonst auch nicht sonderlich viel mit dem Publikum. Die letzten paar Songs gefielen mir in etwa am besten. Darunter ihr Hit „Come away with me“. Wir waren aber froh, als das Showcase nach rund 1 Stunde zu Ende ging.

Mein Fazit zum Abend

Norah Jones scheint eine herzliche Frau. Sie hat eine fantastische Stimme und ich sag nicht, dass sie oder ihre Songs schlecht sind. Ich mochte den einen oder anderen. Alles in allem wars mir aber einfach etwas zu langweilig. Ich würd eher nicht mehr hingehen. Sorry, Norah.

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