Revolverheld in Luzern

Na, das war mal spontan. Da hab ich nicht wirklich dran geglaubt, dass ich bei der Schüür Tickets für Revolverheld kriegen würde. Also, schnell Begleitung suchen und nach der Arbeit ab nach Luzern. Ich hatte nicht mal meine Kamera dabei wie sonst üblich… 😛

Revolverheld kennt ihr? Nein? Also sagen wir so. Der Name der Band hatte ich schon oft gehört, aber was sie genau spielen, da hatte ich auch nicht wirklich ne Ahnung. Da war ja dann kürzlich dieser Bundesvisioncontest von Stefan Raab, bei dem die Hamburger Band gewonnen hat. Revolverheld ist eine deutsche Pop-Rockband, welche seit Ende 2004 unter diesem Namen unterwegs ist, bereits aber 2002 unter Manga gegründet wurde. 2013 veröffentlichten sie ihr 4. Album „Immer in Bewegung“ und gewannen eben kürzlich diesen Raab-Contest mit dem daraus stammenden Song „Lass uns gehen“. Das war so ein toller Auftritt [guckt mal hier]. Somit wollt ich also mal gucken und hören, wer die genau sind.

Wir kamen die Treppe der Schüür hoch und oh – na, das sah voll aus. Vorsichtig versuchte ich mich durch die Leute irgendwo an den Rand zu schlängeln, von wo aus ich vielleicht noch einigermassen sehen konnte (halt so, dass es nicht unbedingt als vordrängeln gesehen wurde 😉 ). Doch je weiter ich mich auf die andere Seite rüber bewegte, machte sich plötzlich ein riesen Loch im Publikum auf und ganz vorne hatte es so viel Platz, direkt vor der Bühne in der linken Ecke… was sollte ich dann somit irgendwo hinten? Mir wars ein Rätsel, aber wir waren glücklich, so einen tollen Platz zu ergattern. Dabei spielte der Support Act bereits. Der Support Act The Fog Joggers, eine deutsche Indie-Rock-Band, spielte gerade so die letzten 2-3 Songs. Die klangen soweit auch schon mal nicht schlecht.

Der halbstündige Bühnenumbau war im Nu durch und schon begann das Intro zur nächsten Show. Revolverheld betraten die Bühne und rockten gleich mit dem Albumtitelsong „Immer in Bewegung“ los. Genau so mitreissend gings mit „Mein Leben ist super“ weiter. Durch die lockere und kumpelhafte Art, mit der sich vor allem Frontmann Johannes mit dem Publikum unterhielt, gab es schnell eine gute Stimmung. Wie im „Dachstock meiner Oma“ sehe es da aus, fand er. Sie erzählten über ihren Spaziergang durch die schöne Stadt Luzern, in der sie an dem Abend zum allersten Mal spielten. Und dabei beichteten sie, wie sie eben an diesem Tag zum ersten Mal im Leben aus einer Kirche flogen. Es dürfe darin schliesslich weder fotografiert, noch gegessen oder getrunken werden. Das alles wegen einem Becher Kaffee und dabei habe der alte Herr selber eine Packung Nescafé dabei gehabt. Mal ein Prost hier und da, Diskussionen über die Herkunft der Handtücher und schliesslich noch zwei erstmalige Konzertbesucherinnen, die zu „Spinner“ auf die Bühne durften. Und somit begeisterten die sechs Herren das Luzerner Publikum während den rund 90min Konzert. Mit Uptempo-Songs, wunderschönen, gefühlvollen Balladen („Licht an“) und tanzbaren Nummern („Darf ich bitten“) zeigte die Band ihre Vielfalt auf. Jeder sollte mitsingen, jeder ausgelassen mittanzen.

[Fotos Revolverheld in Galerie]
[Fotos the Fog Joggers in Galerie]

Für die erste Zugabe „deine Nähe tut mir weh“ stand der Grossteil der Band plötzlich im hinteren Bereich der Schüür  mitten im Publikum. Es ging schliesslich für „Lass uns gehen“ zurück auf die Bühne, wobei riesige Ballone übers Publikum hinweg tanzten. Die Schür war defintiv eher zu klein für so riesen Dinger ^^ Mit „Freunde bleiben“ verabschiedeten sie sich endgültig.

Wir hatten es dann eigentlich etwas eilig, weil wir den Zug kriegen mussten. Wie immer, wenn’s irgendwie geht, hab ich nach der Setlist gefragt. Der Techniker fand es dann extrem lustig mich etwas zu ärgern… er löste die am Boden festgeklebte Setlist langsam, faltete das Klebeband schön an die Setlist. Er gab sie mir nicht. Er lies mich lieber etwas zappeln. Er faltete sie in aller Seelenruhe zusammen, viertelte sie, und dann drückte er sie mir doch endlich in die Hand. Und hatte dabei natürlich ein riesen breites Grinsen im Gesicht. Einfach nur fies 😛 Wir huschten dann ganz schnell Richtung Bahnhof. Reichte aber zum Glück noch gut. Dank meiner Kollegin gibt’s jetzt übrigens auch noch ein Revolverheld-Plek in meiner Sammlung.

Revolverheld? Die behalte ich auf jeden Fall im Auge – und vor allem im Ohr. 😉

 SETLIST
1. Intro
2. Immer in Bewegung
3. Mein Leben ist super
4. Welt verändern
5. Band deiner Jugend
6. Keiner nehmen
7. Schweden
8. Spinner
9. Worte die bleiben
10. Neu anfangen
11. Licht an
12. Nie erwachsen
13. Halt dich an mir fest
14. Darf ich bitten

Zugabe:
15. Deine Nähe tut mir weh
16. Lass uns gehen
17. Freunde bleiben

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