Rival Kings in der WIFAG Bern

Was würdet ihr euch bei „AUAwirleben – die Fete“ so vorstellen? So ne richtige Party mit lauter Musik und Drinks, oder nicht? Gut, keine Ahnung wofür AUA steht. Hätte mal jemand gesagt, dass es so eher die extreme Kulturveranstaltung sei. Muss sagen, ich kann mit Theater nicht unbedingt so viel anfangen. Und den seltsamen Vortrag, diesen „Proposal“, den es da vor dem Konzet noch gab, hat eigentlich nur irritiert.

Aber es war einer dieser Tage, an dem ich mich hätte überschlagen können, aus lauter Vorfreude. Ich fand Rival Kings in der Kufa so toll [Blog: Zwischen Strassen, Shops und Klubs]. Ich konnte es nicht erwarten die Luzerner Band wieder live zu sehen. Aber da standen wir letzten Freitag nach 21.15 Uhr in der WIFAG-Halle und es lief so gar nichts. Die Halle war mehrheitlich leer. Gleich neben der Tür stand die Bühne, was wir nicht unbedingt sehr ideal fanden. Da standen auch Kartonwürfel in der Halle rum – als Deko offensichtlich. Es gab eine Bar und da war ne Art Küche aufgebaut. Alles in Karton gekleidet und beschriftet. Einige sassen an den Tischchen beim Essen. Also riechen tat das Essen aber ja sehr gut. Nach Fete sah das aber da nicht aus.

Ich hatte eigentlich gedacht, das Konzert wäre um 22 Uhr. Also sassen wir da, tranken was und krallten uns eines der Tischsets mit den aufgedruckten Spielen, spielten ein paar Runden Leiterspiel. Unterhaltsam wars auf jeden Fall. Weiss gar nicht mehr, wann ich das zuletzt gespielt hatte. Was Interessanteres gabs eigentlich sonst nicht. Und das Konzert begann überhaupt nicht um 22 Uhr. Erst kurz vor Konzertbeginn, gegen 23.00 Uhr, hielten plötzlich Busse vor dem Lokal und es ströhmte, zu unserer Erleichterung, eine grosse Menschenmege rein. Wir hatten uns ja da schon alleine vor der Bühne stehen sehen (Ihr habt das ja sicher auch schon beobachtet, wie die Leut immer 1-2 Meter von der Bühne wegstehen, wenn es nicht ganz so viele Zuschauer hat?!). Bevor die Band die Bühne betrat, gabs eine ca. 15min. „Proposal“ von irgendeiner Gruppe. Das ganze in English. Ne Art Gedicht, ne Art Vortrag. Was das sollte, weiss ich nicht so genau. Ich konnte mich darauf auch nicht wirklich konzentrieren und wartete einfach, dass die endlich fertig wurden. Ich bin wirklich nicht für sowas gemacht. Für mich war das einfach nur sehr seltsam.

Ich war so froh, so froh als Rival Kings endlich die Bühne betraten und das Konzert startete. Genau wegen ihnen war ich da. Und nur wegen ihnen. Seit Wochen läuft ihr Album „Citizen“ bei mir auf und ab, ich krieg gar nicht genug. Ihre Texte, coole schnelle Beats und tolle Melodien, ihre ganze Energie. Einfach super genial! Und so starteten sie auch mit dem ersten Lied – mit voller Wucht. Es war ja das zweite Mal erst, dass ich sie live sah. Und ich wurde nicht enttäuscht – auch wenn die Band nach dem Konzert fand, sie seien nicht so zufrieden gewesen. Gut, detailliert hab ich da jetzt gar nicht nachgefragt, wieso denn nicht (aber die meisten Bands sind doch eh nie so richtig zu frieden?;) ). Naja, das tollste Publikum hatten sie ja leider aber auch nicht. Aber es gab auf jeden Fall einige Leute, die die Songs wie „Citizens“, „On The Run“, „Echoes“, „Lights“ oder „Walls“ genauso mochten wie ich und es ihnen ebenfalls in den Beinen zuckte, manche dazu auch tanzten.

Es war schliesslich ein sehr guter Abend. Naja, die aufregendsten Veranstaltungen waren es die letzten Tage ja eigentlich nicht. Aber weil die Bands toll und liebe Kolleginnen dabei waren, und ichs wie da an der AUA-Fete genoss die Band zu sehen, wars super! Und ich hab mir übrigens gleich noch ein Ticket für den Gurtenfestival-Sonntag gekauft – rival Kings spielen dort dieses Jahr auf der Waldbühne 🙂

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