Rival Kings in der Amboss Rampe Zürich

An dem Samstagabend fand die zweite Ausgabe des „Groovapaloosa“ in der Amboss Rampe in Zürich statt. Und nein, ich war bei der ersten nicht dabei und wusste somit nicht, was mich so erwartete. Aber es ist so ne Art  Party/Konzertevent. Es spielten zwei Bands und ein DJ legte auf. Wir waren natürlich nur wegen unserer Lieblings-Luzerner-Band Rival Kings vor Ort. „Wir“ heisst, ich und zwei Kolleginnen. Es war nicht grad mein Lieblingsevent, aber gehyped war ich danach trotzdem ganz schön.

Zuletzt hatte ich die Rival Kings im Oktober in Solothurn gesehen. So nach 2,5 Monaten wurde es also höchste Zeit mal wieder an einem ihrer Konzerte teilzunehmen. Ihre Alben („Citizens“ und vor allem „War„) laufen bei mir immernoch auf und ab, und ich vermisste ihre Konzerte schon. Naja, die letzten Male konnte ich nicht dabei sein, weil ich entweder schon was los hatte, sie zu weit weg zu spät spielten oder sie das Konzert wegen Krankheit absagen mussten. Somit freute ich mich natürlich enorm auf ihre Show in der Amboss Rampe.

Okay zugegeben, am Morgen lag ich ja noch ganz hin und her gerissen im Bett, ob ich an dem Abend nun tatsächlich nach Zürich fahren sollte. Es war kalt, schneite und mein Energielevel ist diesen Winter generell sehr tief. Und wie mir die Band mitgeteilt hatte, spielten sie nicht vor 22.30 Uhr. Halt schon ziemlich spät wenn man mit dem ÖV unterwegs ist und einen 2 Stunden Heimweg hat, in dem Fall sogar länger. Bis am Abend war dann aber Zuhausebleiben doch auch so gar keine Option mehr und das Verlagen nach dem Konzert und Freunde  treffen grösser. Ausserdem ist erfahrungsgemäss die Laune vor Ort immer gleich besser, spätestens während des Konzerts. Gut, vielleicht lag es aber dann doch auch daran, dass ich an dem Abend mit einem etwas komischen Gefühl an dem Konzert stand.

„Jöh, härzig!“ meinte meine Kollegin beim Betreten des Lokals. Sie war zum ersten Mal da. Das Lokal ist wirklich ziemlich klein. Deshalb mag ich’s auch so gerne. Die riesige Disko-Kugel hing an der üblichen Stelle und glitzerte auf uns runter. Es gab einen Fotokasten, bei dem man lustige Fotos machen konnte und sie gleich ausdrucken. Den mussten wir natürlich testen. Im Verlaufe des Abends roch es plötzlich irgendwie nach Popcorn, aber die Popcorn-Maschine entdeckte ich erst nach dem Konzert. Hatte ich doch fast geglaubt, ich würd mir den Popcorn-Geruch nur einbilden. Ein paar Bekannte waren ebenfalls noch anzutreffen. Super also. Nur auf den Partyteil mit dem DJ hätte ich ja doch verzichten können. Es war schon lange nicht mehr so schwierig gewesen auf einen Konzertstart zu warten. Der ganze Boom-Boom-Elektrosound – ach, meine Nerven. Mir kam schon irgendwann Tobias Carshey’s Song „Let’s kill the DJ“ in den Sinn…[na, wegen dem Titel…kennt ihr nicht? Hört HIER]. Es war so gar nicht meine „Musik“.

Gut dass dann bald die Show von den Rival Kings endlich los ging.  Das Intro startete und sie legten mit „War“ los, worauf vor allem die neuen Songs folgten. Halt so, wie wir das von den letzten Konzerten kannten. Die älteren Titel würden sie einfach momentan nicht so gerne spielen, erwähnte Etienne am Ende des Konzertes [ja, das wusste ich bereits], bevor sie als letzte Zugabe nochmals „War“ spielten. Allerdings passierte das mitten im Publikum, unter der glitzernden Diskokugel, als wunderschöne Akkustikversion.

(Nebenbei: Wie bringt man eigentlich eine Band dazu, ihre alten Songs wieder zu mögen? :P)

Es war toll die ganzen Songs mit ihrer vollen Energie wieder live zu hören: „War“ und „Drown“ etwa, oder „Clocks“ – meine Favouriten vom aktuellen Album. „Heroes“ darf auch nicht fehlen, der Country-Song der Luzerner. Und mit „Walls“, „On The Run“ und „Echoes“ spielen sie ja jeweils immerhin ein paar Titel von ihrem Debutalbum.

Ich realisierte durch das Konzert der Rival Kings zum ersten Mal bewusst, dass die Amboss Rampe gar nicht für tolle Lichtshows ausgerüstet ist. Bei den letzten Konzertbesuchen dort, wars nämlich auch nicht anders. Der Lichttechniker der Kings war an dem Abend so ziemlich arbeitslos. Gut, so ne Lichtshow muss ja nicht zwingend sein. Die Musik ist wichtig und davon liessen sich die Konzertbesucher an dem Abend sofort mitreissen, tanzten ausgelassen dazu und hatten sichtlich Spass an dem Auftritt. Meistens sind die Leute eher so zurückhaltend und hören still zu. Ist nicht verkehrt, aber natürlich toll, wenn auch das Publikum etwas Schwung mit ins Ganze bringt. Dadurch fiel dann womöglich auch der kurze technische Fehler – als James (an den Keys) plötzlich keinen Saft mehr hatte- gar nicht so doll auf. Wobei der eh schnell lokalisiert und behoben werden konnte. Es war ein tolles Konzert. Mein komisches Gefühl blieb, aber wir hatten das Konzert einmal mehr genossen.

Wir wurden dann gefragt, ob wir gemerkt hatten, dass die Mischerin gar nicht da war und den Job kurzfristig jemand anders übernommen hatte. Ja doch! Sie hatte ich an dem Abend wirklich noch gar nicht gesehen. Vielleicht war das das komische Gefühl? Aber sind wir ehrlich, ich kann jetzt wirklich nicht mit Sicherheit behaupten, dass ich das so gehört hatte. Vor allem in der ersten Reihe, fast direkt neben den Boxen und mit Ohrstöpsel drin…  Aber hey, auszusschliessen ist es nicht. Ich werd beim nächsten Konzert drauf achten.

Bis die zweite Band aufgebaut hatte verging schliesslich rund ne Stunde. Da war der DJ, oder ein DJ, wieder am Start. Wir waren uns aber nicht mal sicher, ob es derselbe war. Was er auflegte gefiel mir aber nachwievor nicht. Mit den ersten Klängen der zweiten Band ging es für uns ab durch den Schnee Richtung heim zu. Der letzte Zug wartete nicht.

Wie erwartet, waren meine Energie und gute Laune zurück. Zu viel davon sogar: Vor 6 Uhr morgens schlief ich nämlich nicht und war nach 4 Stunden Schlaf auch bereits wieder hellwach. Tja, zum Glück war ja Sonntag!

Infos zu den Rival Kings findet ihr auf www.rivalkings.net.
Mehr Live-Videos findet ihr in meiner Youtube-Playlist

Infos zur Amboss Rampe auf www.ambossrampe.ch

 

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