Justin Timberlake in Zürich

Rock Your Body, Mr. Timberlake

Justin Timberlake im Hallenstadion. Lange, lange ist es her seit der „FutureSex/LoveShow-Tour“. Damals hatte ich 2 Konzerte in Dublin gesehen.

Nun wieder in Zürich (wie 2003 schon). Die Tickets waren ja nicht gerade günstig – somit musste ein normales Stehplatzticket reichen. Damals, als der Vorverkauf startete waren die Early Entry-Tickets ja ziemlich verlockend. Lagen finanziell aber nicht drin. Seit Montag muss ich allerdings sagen, Early Entry Tickets wären auch nur eine totale Geldverschwendung gewesen. Da zahlst du an die CHF 230.00, über CHF 100.- mehr als ein normales Stehplatzticket. Da darfst du zwar etwas früher rein als alle anderen, aber du stehst weder in einer separaten Absperrung (à la Golden Circle) noch hast du sonst was um wirklich von zu profitieren. Du stehst dann möglicherweise neben jemandem mit normalem Ticket, genau so eingequetscht wie alle anderen. Hast allerdings so viel mehr Geld bezahlt. Für ziemlich nichts?!

Gut, um 15.30 Uhr kam ich etwa beim Hallenstadion an und steuerte gleich auf den Osteingang zu, wo es normalerweise weniger Leute beim Anstehen hat als beim West. Und im Vergleich zum Westeingang stand da wirklich keiner. Vielleicht 20 Nasen waren am Osteingang. Ha, gut für mich. Oder gut für uns. Zwei Bekannte kamen nach 16 Uhr bei mir noch hinzu. Trotz der Vordrängler und dem stockenden Einlass an unserer Tür (Es gab nicht mal einen separaten Ticketcorner-Membereingang. Wozu bezahl ich eigentlich noch die CHF 50.00 im Jahr?) standen wir dann wirklich gut. 10-15. Reihe oder so. Kurze Meinungsverschiedenheit mit zwei Vordränglern, was sich dann aber schnell beruhigte und wir auf den Start der Show warteten. Es war grad mal 18.40 Uhr und die Show sollte um 20 Uhr beginnen. Der DJ, der im hinteren Bereich der Halle auf seinem Podest stand, versuchte das Publikum etwas anzuheizen. Wirklich Stimmung kam dann aber erst kurz vor 20 Uhr auf, als er verkündete in 30 Minuten käme Justin auf die Bühne. Kein Support Act also. Aber mit rund 28 Liedern auf der Setliste, war da wohl eher kein Platz für einen eigentlichen Support und auch nicht nötig. Es war 20 Uhr und die Sitzplätze waren alle noch recht leer. Der DJ verschwand und endlich, eine halbe Stunde später um halb neun ging das Licht aus, die Show startete. Mein Gedanke, als er dann zum ersten Mal am Bühnenrand stand – wow, wir stehen so nahe!
Der erste Teil der Show war geprägt mit vielen Tanzeinlagen und einer ausgiebigen Laserlichtshow. Rock Your Body, Future.Sex/Lovesound, Like I love You, My Love ,Cry Me A River – es folgten Hit auf Hit. Es war zwar richtig gut, aber so wirklich packen tat es mich trotzdem irgendwie nicht. Irgendwie wurde die erste Stunde total schnell runtergerattert. Am Anfang schien fast nur Gekreische um mich rum und die Songs manchmal schwer zu hören.

Justin Timberlake @ Zurich

SETLIST 1. Teil

1. Pusher Love Girl
2. Gimme What I Don’t Know
3. Rock Your Body
4. FutureSex/LoveSound
5. Like I Love You
6. My Love
7. TKO
8. Summer Love
9. Lovestoned
10. Until The End Of Time
11. Holy Grail (Jay Z Cover)
12. Cry Me A River

Es gab dann mitten in der Show eine 10 minütige Pause. Ok, einerseits verständlich bei der Action auf der Bühne. Anderseits schien es irgendwie komisch und schräg. Aber möglicherweise hat es das genau gebraucht. Den zweiten Teil fand ich dann so viel besser und es sprang schliesslich auch bei mir der Funke so richtig über. Justin stellte sich mit Gitarre an den Bühnenrand und begann sich mit dem Publikum zu unterhalten. Er las Plakate durch, verstand das eine aber nicht, weil es in Deutsch war. „Ich spreche kaum English richtig, geschweige denn irgendeine andere Sprache“, meinte er. „Ich will ein Kind von dir“ – als die Zuschauer ihm zuschrien, was das bedeutete und er es endlich begriff und verstand. Riesen Gelächter! Die ganze Unterhaltung kam so sympathisch rüber und man hatte dann doch den Eindruck, da stand ein Mensch und nicht einfach eine Tanzmaschine. „Seniorita“ spielte er aufm Keyboard. Und als ich bei „Let the groove get in“ irgendwann realizierte, dass sich diese hochgefahrene Brücke, gegen das Publikum zu bewegte und über die Köpfe der Zuschauer ans andere Ende fuhr, machte mich das schon für einen Moment fast etwas sprachlos – einfach unglaublich! Auf der Höhe des VIP-Bereichs stoppte die Brücke dann und performte auf einer kleinen Mini-Bühne „Heartbreak Hotel“ von Elvis Presley, „Not A Bad Thing“, „Human Nature“ von Michael Jackson und eine unglaublich geniale Version von „What goes around… comes around“, bevor es auf der Brücke wieder zurück auf die Hauptbühne ging.

SETLIST 2. Teil

13. Only When I Walk Away
14. Drink You Away
15. Tunnel Vision
16. Señorita
17. Let The Groove Get In
18. Heartbreak Hotel (Elvis Presley Cover)
19. Not A Bad Thing
20. Human Nature (Michael Jackson Cover)
21. What Goes Around… Comes Around
22. Take Back The Night
23. Jungle Boogie (Kool & The Gang Cover)
24. Murder
25. Poison (Bell Biv DeVoe Cover)
26. Suit & Tie

ENCORE:
27. Sexyback
28. Mirrors

Justin Timberlake @ Zurich

Enden tat die Show nach fast 2,5 Stunden mit „Sexyback“ und „Mirrors“. Er bedankte und verabschiedete sich schliesslich ausgiebig. Unglaublich sympathisch, der Herr Timberlake und defintiv ein riesen Talent, ein unglaublicher Tänzer. Manche empfanden sie als eine oder die beste Show, die sie je gesehen haben. War sie für mich jetzt zwar nicht, aber super genial auf jeden Fall. Nächste Tour bin ich auch wieder dabei – hoff ich auf jeden Fall 😉

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