Stress in Thun

Nach Albumveröffentlichung im November letzten Jahres, ging Stress schliesslich auf grosse Frühlingstour quer durch die Schweiz. Er machte auch Halt in Thun. Und da war ich ja mal super gespannt, wie das werden würde.

Nach dem KKL Konzert im Dezember musste ich meine Erwartungen runter schrauben. Stress und seine Truppe machen zwar immer Stimmung, aber ganz ehrlich, doch Konzerte in Thun sind schwierig, also so generell vom Publikum her nicht unbedingt gut. Gibt wenige Ausnahmen, vor allem wenn etwa einheimische Bands spielen. Aber sonst fahr ich oft lieber quer durch die Schweiz – Bern, Solothurn, Zürich, Luzern… Nicht, dass ich mich nicht freue, wenn meine Lieblingsbands und Musiker nach Thun kommen. Dann muss ich schliesslich ausnahmsweise nicht so weit und kann früh wieder daheim sein. Das ist natürlich toll!

© Stress, VÖ: 28.11.2014
© Stress, VÖ: 28.11.2014

Für meine Verhältnisse war ich spät dran (generell so 1 Stunde vor Türöffnung, je nach Band), aber ungefähr eine halbe Stunde vor Türöffnung war ich trotzdem noch fast alleine vor Ort. Überraschenderweise öffnete das KKT die Türen dann auch bereits früher als angekündigt. Da spazierte ich mal seelenruhig in die 1. Reihe. Das konnte ich bisher wohl noch an keinem Stress-Konzert. Ich befürchtete damit ja schon das Schlimmste. Vereinzelt schlurften die Zuschauer in den Saal und der war schlussendlich dann auch nur etwa halbvoll. Bei Baschi war das damals aber auch schon nicht besser gewesen.

Support Act war Mimiks, der mit zwei Kollegen auf der Bühne stand – einem DJ, plus seinem Mitrapper Pablo. Mir gefällt halt ihre Musik nicht, von daher war ich nicht so begeistert. Aber sie taten mir ja schon fast irgendwie Leid. Sie rissen sich beinahe einen Arm aus, um die Leute zum Mitmachen zu bewegen und das KKT einzuheizen. Sie hatten somit schon einen ziemlich schweren Stand als Support. Aber anscheinend hatte es sich schon rumgesprochen, dass es in Thun schwierig sein kann. Vielleicht waren da die Erwartungen auch nicht so hoch gewesen? Wie hoch sind solche Erwartungen allgemein eigentlich, wenn man sich auf ne Bühne stellt? Vor allem gerade als Support, den viele wahrscheinlich noch gar nicht kennen?

Naja, Stress wäre ja nicht Stress, wenn er nicht doch irgendwie Thun zum Rocken gebracht hätte. Mit Karolyn, Mam und der Band stürmte er die Bühne und dann ging die Post ab. Vor allem auf der Bühne, aber sogar im Publikum. Klar, kein Vergleich zum Konzert im KKL Luzern letzten Dezember mit all den Gästen, die sie dort dabei hatten und die ganzen kreischenden Teenies im Publikum… aber es hat auch hier in Thun schlussendlich super viel Spass gemacht. Das Trio heizte auch hier pausenlos über die Bühne, der Gitarrist hinterher. Ziemlich verrückte Truppe, aber genau einer der Gründe, warum Stress-Konzerte so viel Spass machen. Da gibt es immer richtig viel Action.

Die Setlist war wohl etwa die selbe wie in Luzern. Energisch begann die Show wieder mit „Noir“ [Video hier] ab dem aktuellen Album und ging mit dem wohl allen bekannten „Au Poste“ weiter. Die Parts, die in Luzern von den Gästen gesungen wurden, wurden von Karolyn übernommen. Bei „Futur“ kam Mimiks gleich selber noch hinzu. Auch Songs wie „Love You When I’m High“, „C’est réel“, „Saint Profit“ oder die neue „Tous les mêmes“-Version fehlten natürlich nicht. Sie schafften es sogar das Publikum in der Mitte zu teilen. Und Stress schaut ja immer gut zu seinem Publikum, verteilte wie immer während dem Konzert Wasserflaschen. Dazwischen präsentierte dann Karolyn mit ihren zwei Tänzerinnen auch noch zwei eigene Songs ab ihrer EP „Désobéissance Chapitre I“.

Erst zur Zugabe wurde dann schliesslich  das von vielen ersehnte „Elle“, zu welchem Arme geschwenkt und laut mitgesungen wurde, angestimmt. Mit „Saturé“ endete die Show.

Der Abend ging danach aber noch weiter. Das Gleiswerk, ein neuer Nachtklub in Thun, veranstaltete die offizielle Aftershowparty von Stress. Erst wurde ein Showcase angekündet, was dann aber geändert wurde und so auch nicht stattfand. Die Schlange vor der Tür war aber ewig lang, dachte schon, die lassen mich vielleicht gar nicht mehr rein. Stress stand dann mit dem DJ auf der Bühne und seine ganze Crew war auch anwesend. Obwohl ich sonst kein Klubgänger bin, wurde das eine echt gute Partynacht!

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