The Souls am Honky Tonk Luzern

Freitagabend in Luzern. Es fand wieder das beste und gleichzeitig blödeste Festival statt: Das Honky Tonk. Das Beste weil: Es hat so viele tolle Bands, die an einem Abend spielen. Das Blödeste weil: Es hat so viele tolle Bands, die an einem Abend spielen. Wie soll man sich da entscheiden, was man hören geht?

Wie bereits in Thun im Dezember fand nun auch in Luzern das Honky Tonk statt. Sogar einige gleiche Bands waren vor Ort, nur nicht ganz alle unter demselben Namen. Quer über die Stadt verteilt spielten etwa Chubby Buddy, Veronica Fusaro, Tobey Lucas oder The Weyers. Dieses Mal habe ich mir aber nur eine Band angesehen (ok, es war in Thun auch nur eine mehr gewesen), auch wenn mich viele Bands interessiert hätten. Das waren natürlich The Souls.

Ein wunderbarer warmer Frühlingsabend. Damit war es möglicherweise etwas schwieriger als damals beim Honky Tonk in Thun, die Leute von den Strassen in die Lokale zu locken. Es spielten an dem Abend in 33 Lokalen 50 verschiedene nationale und internationale Bands in allen möglichen Musikrichtungen. Dafür brauchte es genau ein Ticket, womit man je nach Lust und Laune von Lokal zu Lokal ziehen konnte. Man konnte sich nicht nur seine Favoriten anhören gehen, sondern auch viel Neues entdecken. Wenn man denn wollte. Ich blieb an dem Abend bei The Souls und sah mir 3 ihrer 5 Sets an.

Für das Publikum war das ein super relaxter Abend, für die Bands und Musiker doch auch ziemlich anstrengend. Sobald The Souls mit dem ersten Set des Abends begannen, füllte sich das Restaurant rasch und je später der Abend, desto voller wurde das Mill‘Feuille. Mit dem wohlriechenden Duft von Essen in der Nase (man esse da sehr gut, meinte meine Kollegin) und einem tollen Blick aufs Wasser fanden The Souls schnell treue Zuhörer. Über mehrere ihrer Akustik-Sets hinweg blieben die Leute und lauschten ihren Pop/Rock Songs. Manche kamen gezielt, um sie zu hören. Andere entdeckten sie spontan.


Sie hatten keine Setlist zusammengestellt, erklärte Frontmann Jay gleich zu Beginn. Sie würden einfach spontan ihre Songs spielen. Naja, so ganz spontan waren die ersten zwei Sets dann zwar nicht und waren ziemlich identisch, aber wir genossen den gemütlichen Abend und freuten uns, unsere Lieblingssongs an dem Abend mehr als einmal hören zu dürfen.

Neben Songs wie „Live“, „Close My Eyes“ oder „Lines in the sand“ spielten sie auch das neue noch unbetitelte Lied, das sie bisher einfach „Zeppelin Siech“ nennen und ich zum ersten Mal am Ride on Music gehört hatte. Auch hier stellten sie sich wieder mitten ins Publikum, um nur von einer Gitarre begleitet ihre harmonierenden Stimmen in den Vordergrund zu stellen. Individuell gingen sie auch immer mal wieder auf Songwünsche ein. Ausserdem begannen im dritten Set Keyboarder Rally und Gitarrist Luk bei dem Ryan Adams Cover „Something Good“ mit einem kleinen Jam. Das war richtig genial! Das würden sie unbedingt beibehalten müssen.

Mit diesem Jam endete für mich dann der Abend in Luzern allerdings auch schon, da ich am nächsten Tag ans Zermatt unplugged wollte. Die Souls spielten danach noch 2 weitere Sets. Darunter war sei sogar ein nigelnagerneuer Song gewesen, wie ich von einer Freundin erfuhr. Hach, hätten sie den nicht eher schon spielen können? Tja, aber das nächste Konzert kommt bestimmt!

Wart ihr auch am Honky Tonk? Wie hat es euch gefallen und wen habt ihr euch angehört?

Sämtliche Tourdaten von The Souls findet ihr auf Facebook.

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