Gustav in Oberhofen

Also wenn Gustav schon ins Nachbardorf kommt, dann muss ich ja hin. Und sowieso war mein letzter Konzertbesuch bei ihm zu lange her. Da passte das mehr als perfekt. Und eigentlich hatte ich mir das Datum schon vor Ewigkeiten in die Agenda eingetragen, aber erst das Plakat bei der Bushaltestelle vor der Haustür hatte mich daran erinnert.

Schnell noch eines der allerletzten Tickets reservieren lassen. Fünf Minuten Weg mit dem Fahrrad – das hatte ich bisher wohl noch nie. Da ist sogar das Cholererock noch einen Tick weiter weg. Ja also, ich musste dann auch erst mal googeln, wo dieses Konzertlokal, das Klösterli, überhaupt ist. Trotz der Nähe kenn ich mich in Oberhofen nicht wirklich aus. Es erinnert mich ein wenig ans Uptown auf dem Gurten, aber eben kleiner. Und da sass ich dann, etwa eine halbe Stunde vor Konzertbeginn und fühlte mich etwas wie an einer Dorfversammlung. Jeder schien jeden zu kennen und ich war da der totale Aussenseiter. Aber alle waren in dem rund 250 Zuschauer-Saal total aufgeregt und schienen sich super auf Gustav zu freuen. Das Publikum war total durchmischt. Meine Erwartungen ans Publikum, an die Stimmung, waren also nicht ganz so hoch. Einfach eher ruhig, gemütlich dasitzen und der Band zuhören.

Das Konzert war so super unterhaltsam. Es war ja schon etwas ein Mix aus Konzert und Kabarett. Sass da den ganzen Abend kichernd. Und Gustav lässt die Leute eh immer mitmachen. Nichts mit einfach dasitzen und zuhören. Und da in Oberhofen machten halt manche mehr, manche weniger mit. Aber es funktionierte schlussendlich ganz gut. Er spielte im Trio mit Keyboard / Akkordeonspieler sowie Bassisten. Bekanntlich spielt Gustav seine Lieder jeweils in Mundart, Deutsch oder Französisch. Bereits nach den ersten 2-3 Songs, die in Französisch waren, merkte er, dass das Publikum mit der Sprache wohl doch etwas überfordert war. Somit gab es ganz einfach kurzen Französisch-Unterricht. Wäre er mal mein Lehrer damals gewesen, ich hätte die Sprache bestimmt auch besser kapiert?!

Obwohl er eine Setliste auf der Bühne mit hatte, stellte ich am Ende fest, dass die auch eher nur als Gedankenstütze diente und er eher kreuz und quer durchs Programm seine Lieder spielte. Das waren unter anderen „Bout du monde“, „Gegen Süden“, „Lundi Matin“, „Häppörischnittä“, „Gin“ und „Happy Birthday“. Dazwischen gab es eine kurze Pause, in der man sich Kaffee & Kuchen, Getränke und Sandwiches holen konnte.

Es war nicht das erste Mal, dass er in Oberhofen auftrat. Vor Ewigkeiten sei er in dieser einen Mehrzweckhalle mit dem tollen Blick auf die Berge aufgetreten. Oder auch schon als Support für Polo Hofer im Freibad. Er erzählte vom neuen, neunten Album, an dem er arbeite und im Sommer erscheinen sollte. Und er versprach bald wieder in die Gegend zurückzukehren. Das sei dann bereits im Sommer an einem kleinen Festival in Thun der Fall. Er nannte zwar keine Namen, aber so viele Festivals haben wir hier ja nicht. Ich würd mir mal so die letzten beiden Juli-Wochen reservieren, falls ihr dabei sein möchtet. 😉

Nach ca. 1,5 Stunden endete das Konzert und weil es doch ziemlich früh begonnen hatte, war ich bereits um 22 Uhr wieder daheim. Ein ganz seltsames Gefühl. Haha.

Infos zu Gustav findet ihr auf www.gustav.ch

 

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